Schnupfen: Lebensmittel

Majoranbutter bei Schnupfen?

© PantherMedia / Juliane Jacobs

Majoranbutter ist ein altes Hausmittel, das vor allem bei Kleinkindern und Säuglingen gegen Schnupfen (Rhinitis) zum Einsatz kommt. Aber auch Erwachsene können es gewinnbringend einsetzen. Die mehrmals tägliche Anwendung hat sich daneben auch bei chronischem Schnupfen als sehr sinnvoll erwiesen. Wie genau die Majoranbutter wirkt und was hinsichtlich Anwendung und Dosierung zu beachten ist, soll im Folgenden geklärt werden.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Der Hauptbestandteil von Majoranbutter ist das Gewürz Majoran (Origanum majorana), welches zur Familie der Lippenblütengewächse gehört. Diese Familie verzeichnet auch bekannte Gewürze wie Thymian, Basilikum, Salbei oder Rosmarin. Majoran, auch als Badkraut, Blutwürze oder Kranzkraut bekannt, enthält eine Reihe wichtiger Bitter- und Gerbstoffe sowie ätherische Öle.[1]

Auf die ätherischen Öle geht die hauptsächliche Wirkung gegen den Schnupfen (Rhinitis) zurück, da diese antimikrobiell sind und somit die Schnupfenverursacher abzutöten vermögen.[2] Die in Majoran enthaltenen Bitterstoffe regen vor allem den Leberstoffwechsel und die Durchblutung[3] an, was förderlich für ein gestärktes Immunsystem ist. Zudem wirkt Majoran desinfizierend und schleimlösend und hilft bei der schnelleren Abheilung der gereizten Schleimhäute.

Anwendung und Dosierung

Majoranbutter kann zu Hause ganz einfach selbst hergestellt werden:

  • Dazu 100g Butter schmelzen und den sich dabei bildenden Schaum solange abschöpfen, bis kein weiterer entsteht.
  • Anschließend die Butter durch ein Leinentuch filtern.
  • Etwa eine Hand voll frischen Majoran putzen und in fein Hacken. Dabei von der Pflanze jeweils nur das oberste Drittel eines Stängels verwenden.
  • Den gehackten Majoran zu der flüssigen Butter geben.
  • Die Butter mit dem enthaltenen Majoran anschließend in einem heißen Wasserbad eine halbe Stunde lang rühren. Dabei darauf achten, dass das Wasser unterhalb der Siedetemperatur bleibt.
  • Die Mischung durch ein Tuch streichen und abschließend 5 Tropfen ätherisches Majoranöl aus der Apotheke dazugeben.[4]

Die entstandene Masse lässt sich sehr gut in kleine Salbentöpfe abfüllen und ist bei kühler Lagerung im Kühlschrank etwa ein Jahr haltbar.

Die selbst hergestellte Majoranbutter sollte etwa 5-mal täglich zwischen Oberlippe und Nase aufgetragen werden.[5] Diese mehrmals tägliche Einbalsamierung der Oberlippenregion bewirkt, dass die Inhaltsstoffe kontinuierlich eingeatmet werden, und erleichtert neben der Atmung auch die Abheilung der gereizten Schleimhäute.

Zu beachten

Wie bei den meisten Therapiemöglichkeiten von Krankheiten ist auch hier zu beachten, dass Majoranbutter nicht für einen dauerhaften Gebrauch geeignet ist bzw. von diesem abgeraten wird. Verschiedene Bestandteile des Majorankrautes zeigten in Tierversuchen bei längerer Anwendung negative Effekte auf die Gesundheit, jedoch wurde davon keiner am Menschen bestätigt.[6]


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