Schnupfen Beim Baby: Im Alltag

Baby hat Schnupfen – Trotzdem rausgehen?

© PantherMedia / Walter J. Pilsak

Wenn die Nase zu ist und das Baby verstärkt durch den Mund atmet, hat es sehr wahrscheinlich Schnupfen (Rhinitis). Babyschnupfen kommt relativ häufig vor und ist in der Regel nicht gefährlich. Ob Eltern mit ihrem Baby weiterhin rausgehen sollten, auch wenn es Schnupfen hat, hängt von der Stärke der Erkrankung ab.

Wie sich Schnupfen äußert, wann mit den Neugeborenen noch rausgegangen werden kann und ab wann sie lieber im Bett bleiben sollten, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Bei einem Neugeborenen wirkt sich Schnupfen in der Regel etwas schlimmer aus als bei erwachsenen Menschen. Er äußert sich in der Regel durch eineverstopfte Nase und einen vermehrten Sekretausfluss. Die Neugeborenen haben noch kein vollkommen entwickeltes Immunsystem und können Krankheitserreger so weniger gut bekämpfen. Zudem haben sie die Mundatmung noch nicht gelernt. Da ihnen diese bei verstopfter Nase sehr schwer fällt, weinen sie viel, trinken weniger oder sind allgemein sehr unruhig.[1]

So lange das Neugeborene keine erhöhte Temperatur aufweist, kann auch bei Schnupfen noch rausgegangen werden. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann sogar lindernd auf die Schleimhäute der zugeschwollenen Nase wirken.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Die Viren oder Bakterien, die für einen Schnupfen verantwortlich sind, befallen die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums und lösen dort lokale Entzündungenaus. Diese führen dazu, dass die Schleimhäute verstärkt durchblutet werden und anschwellen. Das vermehrte Nasensekret setzt sich zusammen aus abgetöteten Krankheitserregern sowie aus verbrauchten Zellen des Immunsystems. Die kalte Luft beim Rausgehen bewirkt einen Rückgang der Schwellung, sodass wieder besser durch die Nase geatmet werden kann.

Zu beachten

Gerade im Winter muss aber unbedingt darauf geachtet werden, dass dasNeugeborene immer schön warm eingepackt ist. Dazu gehört in erster Linie, es richtig anzuziehen – im sogenannten Zwiebelschicht-Prinzip. Das bedeutet,mehrere Schichten übereinander anzuziehen. Eine einzige dicke Jacke bringt nicht so viel wie mehrere dünnere Schichten, denn die Luft zwischen den Kleidungsstücken wirkt zusätzlich isolierend. Auch der Kinderwagen kann gegen Kälte isoliert werden, indem ein Stück Styropor oder eine Isomatte unter die Matratze gelegt wird. Mit einer Wärmflasche oder einem Kirschkernkissen kann der Kinderwagen auch vorgewärmt werden.

Wichtig ist aber, das Baby nicht zu überwärmen! Erkennbar wird dies an einem heißen, feuchten Nacken und eventuell einem roten Gesicht.[2]

Sobald bei einem Kind erhöhte Temperaturen (Temperaturen über 38 °C) auftreten, sollte nicht mehr nach draußen gegangen werden. Wichtig ist dann, dass das Baby dauerhaft warm gehalten wird. Fieber ist eine extreme Belastung für den Köper. Eine zusätzliche Belastung kann ihn dann schnell überfordern.

Bei Schnupfen sollte dann der Arzt aufgesucht werden, wenn:

  • Fieber (Pyrexie) auftritt
  • Die Symptome länger als eine Woche lang anhalten
  • Das Kind nicht mehr trinkt oder isst
  • Das Kind apathisch wirkt[3]

Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen