Schnupfen Beim Baby: Im Alltag

Baby hat Schnupfen

© PantherMedia / Mitar gavric

Schnupfen (Rhinitis) wird durch Viren, seltener durch Bakterien hervorgerufen. Fast jeder Mensch leidet mindestens einmal pro Jahr an Schnupfen. Auch Babys können Schnupfen bekommen.

Wie sich Schnupfen bei einem Baby auswirkt, worauf dann geachtet werden muss und was besonders für Mütter beim Stillen relevant ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Bei eine Schnupfen treten klassische Symptome auf: Die Aktivierung des Immunsystems zur Bekämpfung der Krankheitserreger bewirkt eine vermehrte Durchblutung. Dadurch schwellen die Nasenschleimhäute an. Gleichzeitig kommt es zu einer vermehrten Produktion von Nasensekret. Dieses besteht aus abgetöteten Krankheitserregern und verbrauchten Zellen des Immunsystems. Durch diese Veränderungen kann es zu einer vollständigen Verstopfung der Nase kommen.

Erwachsene steigen bei einer verstopften Nase einfach auf die Atmung durch den Mund um. Da Babys aber noch keinerlei Erfahrung mit dieser Atmung haben, muss sie erst gelernt werden. Bei Babys mit Schnupfen kommt es daher häufig vor, dass sie das gleichzeitige Schlucken und Atmen durch den Mund nicht koordinieren können. Betroffene Babys trinken dann auffällig wenig.[1]

Hilfe durch die Eltern

Eltern können ihrem Baby bei Schnupfen helfen, die Atmung besser koordinieren zu können. Um die Symptome des Kindes zu lindern, können folgende Tipps angewendet werden:

Die Raumluft sollte immer feucht gehalten werden. Dazu können nasse Tücher in Bettnähe aufgehängt oder Schälchen mit Wasser aufgestellt werden. Wenn möglich kann das Baby auch an die frische Luft gebracht werden. Die Feuchtigkeit und die Kühle gegenüber der Raumluft helfen bei der Abschwellung der Nasenschleimhäute.

Beim Stillen sollte das Baby öfter als gewöhnlich angelegt werden. Kleinere Mahlzeiten dauern weniger lang und können daher besser koordiniert werden. Vor jedem Stillversuch kann zusätzlich Kochsalzlösung aus der Apotheke in die Nasenlöcher getropft werden. Auch mehrmals täglich etwas Muttermilch in die Nasenhöhlen streichen, soll die Schwellung reduzieren und freiere Atmung ermöglichen.[2]

Risiken

Trinken Babys über einen Zeitraum von mehreren Tagen weniger bis kaum noch, so kann dies sehr gefährlich werden. Es kann zu Unterversorgung und damit erhöhter Krankheitsanfälligkeit kommen.

Hat ein Baby Schnupfen, sollte spätestens dann der Arzt aufgesucht werden wenn:

  • Die Symptome länger als drei Tage bestehen
  • Sich die Symptome verschlimmern
  • Das Baby gar nicht mehr trinkt
  • Fieber (Pyrexie) hinzukommt

Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen