Schnupfen Beim Baby: Im Alltag

Baby hat Schnupfen (kann nicht schlafen)

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Babys leiden besonders häufig an Erkältungen mit Schnupfen (Rhinitis). Bei behinderter Nasenatmung und allgemeinem Krankheitsgefühl kommt es häufig dazu, dass das Kind unruhig ist und nicht schlafen kann. Im Folgenden werden medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und wichtige Hinweise zum Thema Schnupfen und Schlaflosigkeit bei Babys gegeben.

Medizinische Fakten

Eine meist virale Rhinitis führt sehr oft dazu, dass der Säugling quengelig ist und nicht schläft. Daneben kommt es häufig zu einer Trinkunlust und möglicherweise einem leichten Gewichtsverlust. Weitere Symptome können Nasenlaufen (Rhinorrhoe), Fieber, Mattigkeit bis hin zu Erbrechen und Durchfall und eine Mitbeteiligung der Ohren, des Rachens und oberen Atemwege sein. Ein Auftreten bis zu 8 Mal im Jahr ist dabei normal und unbedenklich, wobei Unterkühlung, geringe Stillzeit und Passivrauchen Risikofaktoren sein können.[1]

Biologischer Zusammenhang

Das unausgereifte Immunsystem des Neugeborenen führt zu einer erhöhten Infektneigung. Durch die Infektion der Nasenschleimhaut kommt es zu vermehrter Sekret- bis hin zur massiven Eiterproduktion und damit Behinderung der Nasenatmung. Babys sind aber vor allem an das Atmen durch die Nase und weniger durch den Mund gewöhnt, sodass die nasale Obstruktion (Verlegung der Nasenwege) zu Atemnot mit Unwohlsein und Schreien führen kann. In gravierenden Fällen kommt zu einem Blauwerden des Kindes. Folge sind Schlaflosigkeit und auch vermindertes Trinken, da ein durch die kindliche Anatomie ansonsten gleichzeitiges Atmen durch die Nase und Nahrungsaufnahme mit Schlucken durch den Mund nicht mehr möglich ist.[2]

Schlaf- und Trinkvorhang werden immer wieder durch die behinderte Atmung gestört. Durch Ausbreiten der Infektion auf die dicht anliegenden Nasennebenhöhlen mit nachfolgender Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder über die Belüftungstube (Tuba auditiva, Eustachi-Röhre) in die Ohren mit einer Mittelohrentzündung (Otitis media) kann des Weiteren eine mögliche Schmerzsymptomatik entstehen. Ergebnis: Das Kind schreit und schläft nicht.

Zu beachten

Schlafmangel und Trinkunlust können zu starkem Gewichtsverlust führen. Ist dies der Fall, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, da auch schon kleine Gewichtsveränderungen für Säuglinge von erheblicher Bedeutung sein können. Ist die Nase des Weiteren stark von Schleimproduktion betroffen, kann dieser vorsichtig mit geeigneten Mitteln (z.B. Nasenabsaugpumpe) abgesaugt werden, um dem Kind eine bessere Atmung zu ermöglichen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen