Schnupfen: Diagnose

Rhinitis oder Sinusitis?

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Der medizinische Fachbegriff Rhinitis bezeichnet einen gewöhnlichen Schnupfen, der häufig im Rahmen einer Erkältung auftritt. Er wird durch Viren oder Bakterien ausgelöst (infektiöse Rhinitis), ist in den meisten Fällen harmlos und klingt nach einer Woche wieder von selbst ab. Sind auch die Nasennebenhöhlen mitbetroffen, liegt eine Sinusitis vor (Entzündung der Nasennebenhöhlen). Eine Sinusitis kann sich unter anderem aus einem Schnupfen entwickeln.

Welche Symptome bei Rhinitis und Sinusitis typisch sind, welche Unterscheidungsmerkmale es gibt und was beachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Ein Schnupfen (Rhinitis) kann der Vorläufer einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) sein. Beide Krankheitsbilderkönnen aber auch isoliert voneinander auftreten.

Bei einem gewöhnlichen Schnupfen bleibt die Entzündung auf die Schleimhäute der Nasenhöhlen beschränkt, während sie bei einer Sinusitis auf die Nasennebenhöhlen übergreift. Die Nasennebenhöhlen sind belüftete (pneumatisierte) Hohlräume (Sinus), die sich im Schädelknochen beidseits derNase (Kieferhöhle, Siebbeinzellen, Keilbeinhöhle) sowie im Stirnbein (Stirnhöhle)befinden. Die Nasennebenhöhlen und die Nase sind anatomisch über ein enges Gangsystem miteinander verbunden, so dass bei einem Schnupfen Krankheitserreger leicht in die Nasennebenhöhlen eindringen können. Weitere Verbindungsgänge bestehen auch zum Mittelohr, über die ebenfalls Krankheitskeime in die Nasennebenhöhlen gelangen können. Die Schleimhäute schwellen im Rahmen einer Erkältung an, was zu einer Blockierung der Verbindungsgänge zwischen Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen führen kann und wodurch letztere nicht mehr ausreichend belüftet werden. Das gebildete Sekret kann nicht abfließen und staut sich in den Nasennebenhöhlen.

Die Symptome sind ähnlich und nicht leicht voneinander abzugrenzen. Ein Arzt kann diagnostisch abklären, welche Erkrankung vorliegt.[1]

Unterschiede

Typische Beschwerden bei einem Schnupfen sind eine erschwerte Nasenatmung (verstopfte Nase), eine vermehrte Produktion von Nasensekret und flüssige Sekretabsonderung aus der Nase. Weitere Symptome bei Schnupfen sind:

  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Abgeschlagenheit
  • Symptome wie Heiserkeit (Dysphonie) und Halschmerzen

Dieses Beschwerdebild ist bei einer Sinusitis ebenfalls sehr häufig. Leitsymptome einer Nasennebenhöhlenentzündung sind jedoch Druckgefühl sowie pochende Kopfschmerzen. Abhängig von der entzündeten Nasennebenhöhle manifestieren sich die Schmerzen in Bereich der Stirn, des Oberkiefers oder der Augen. Gelegentlich treten auch Zahnschmerzen auf. Die Kopfschmerzen verstärken sich in der Regel beim Bücken oder wenn der Kopf gesenkt wird.[2] Fieber ist ein weiteres Symptom bei einer Sinusitis.

Zu beachten

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann zu starken Schmerzen führen und muss rechtzeitig abgeklärt werden. Bei einem gewöhnlichen Schnupfen können bekannte Hausmittel angewendet werden. Bestehen bei einem Schnupfen die Beschwerden jedoch länger als zwei bis drei Wochen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen