Schnupfen: Diagnose

Schnupfen – was lässt sich aus der Farbe ableiten?

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Schnupfen (Rhinitis) ist eine der häufigsten Beschwerden einer Erkältung (Common cold). Dieser wird nicht selten von vermehrter Sekretproduktion (Exsudat) begleitet. Farbe und Beschaffenheit des Sekretes können dabei einen Hinweis auf die Ursache des Schnupfens geben.

Im folgenden Text werden medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und Zusatz-informationen zu Schnupfen und der Farbe des Sekretes gegeben.

Medizinische Fakten

Als akute Rhinitis wird eine meist harmlose Entzündung der Nasenschleimhaut bezeichnet. Sie wird in 90% der Fälle durch virale Erreger bedingt. Neben vermehrter Sekretproduktion wird ein Schnupfen meist von von Jucken, Niesen und Behinderung der Nasenatmung begleitet. Neben einer viralen Infektion mit Rhino-, Adeno-, Influenza- und Parainfluenzaviren können auch Bakterien wie Pneumokokken, Streptokokken und Staphylokokken ursächlich für den akuten Schnupfen sein. Farbe und Konsitenz des Sekretes können dann anders beschaffen sein als bei einer viralen Genese.[1]

Biologischer Zusammenhang

Im Rahmen eines durch Viren verursachten Entzündungsprozess kommt es zu einer Schwellung der Nasenschleimhäute sowie zur Produktion von eiweißreichem Sekret, das nach außen abgesondert wird (Exsudat). Dieses imponiert eher weißlich trüb.

Kommt es zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion, die als Superinfektion bezeichnet wird, entsteht eine eitrige Entzündung mit oft gelblich-grünem Nasensekret. Dieses weißt auf einen hohen Anteil an bakteriellen Zelltrümmern und zu Grunde gegangenen weißen Blut- bzw. Abwehrzellen (neutrophilen Granulozyten) hin.

Bei einer allergischen Genese des Schnupfens dagegen kommt es zu einer wässrigen, klaren Sekretion, die vor allem auf der vermehrte Anwesenheit von sogenannten eosinophilen Granulozyten beruht.[2]

Ist die Farbe des Nasensekretes rot tingiert, ist meist eine Blutbeimengung Ursache. Dieses stammt dann in der Regel aus dem der Nasenscheidewand aufliegendem Venengeflecht, dem Locus Kieselbachii, welches während eines Schnupfens sehr fragil und leicht verletzbar ist.

Die Farbe des Sekretes hängt aber von vielen Faktoren wie auch der Anzahl der Erreger und dem Entzündungsstadium ab, sodass nicht endgültig Rückschlüsse auf die Ursache gezogen werden können.

Zu beachten

Gerade bei Kindern kann es schnell zu einer Inhalation von Fremdkörpern (z.B. Murmeln, Münzen)in die Nase kommen, die bei längerem Verweilen in der Haupthöhle durch starke Schwellung zu Nasenlaufen bis hin zu einer bakteriellen Infektion führen können. Vor allem bei einseitigem, hartnäckigem Nasenlaufen mit gelblichen Sekret und einseitiger Atembehinderung sollte dem nachgegangen werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen