Schnupfen: Diagnose

Schnupfen oder Allergie?

© PantherMedia / jackethead

Ein infektiöser Schnupfen (virale Rhinitis) und ein allergischer Schnupfen (allergische Rhinitis) sind nicht leicht zu differenzieren. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Rhinitis-Formen besteht darin, dass ein Erkältungschnupfen viral oder bakteriell verursacht wird, ein allergischer Schnupfen jedoch nicht. Ursache des allergischen Schnupfens sind beispielsweise Gräser- und Baumpollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Die Beschwerden ähneln sich bei beiden Krankheitsbildern, es gibt jedoch auch einige Unterschiede.

Woran ein infektiöser oder allergischer Schnupfen erkannt werden können, wie beides behandelt werden kann und worauf geachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Ein Schnupfen (Rhinitis) kann infektiös (meistens viral, seltener bakteriell), aber auch allergisch bedingt sein. Die Symptome sind bei beiden Erkrankungen sehr ähnlich, einige Unterschiede geben jedoch darüber Aufschluss, ob ein allergisches Geschehen oder eine Infektionserkrankung vorliegen. Sowohl bei einem infektiös als auch bei einem allergisch bedingten Schnupfen kommt es zu einer laufenden oder verstopften Nase. Es wird dabei vermehrt Nasensekret produziert. Häufig kommt es zu weiteren Beschwerden, wie einem Kitzeln in der Nase oder einem Niesreiz.[1]

Unterschiede

Typisch für einen allergischen Schnupfen ist – je nachdem um welche Allergie es sich handelt -, dass er entweder saisonal oder ganzjährig auftritt und immer in Zusammenhang mit dem auslösenden Allergen steht. Diese Substanzen sind eigentlich harmlos, werden jedoch vom Organismus als fremd erkannt. Kommt es zum Körperkontakt, wird gegen die Allergene eine überschießende Reaktion des Immunsystems ausgelöst, die die Beschwerden einer Allergie verursachen (allergische Reaktion). Eine Pollenallergie oder Heuschnupfen (Pollinose) beispielsweise ist saisonal bedingt und tritt bei einer Allergie gegen Frühblüher (Birke, Erle, Hasel) im Frühjahr auf, eine Gräserallergie hingegen in der Hauptblütezeit von Mai bis Juli.

Wetterbedingt kann sich der Pollenflug von Jahr zu Jahr und damit der Beginn der Allergie verschieben, je nachdem wann der Pollenflug einsetzt.

Typische Beschwerden für eine Allergie sind starker Juckreiz in der Nase und häufiges Niesen. Es kann zu regelrechten Niesanfällen kommen, die schwer zu stoppen sind. Bei einer Allergie kommt es zudem häufig zu Juckreiz im Hals und in den Augen. Die Augen können gerötet sein und tränen.

Hingegen treten Beschwerden wie Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Husten, Halschmerzen, Heiserkeit (Dysphonie) oder Fieber häufiger bei einem infektiösen Schnupfen, seltener bei einer Allergie auf.[2]

Zu beachten

Eine Allergie kann nicht mit den klassischen Hausmitteln gegen Schnupfen behandelt werden kann. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, sollte so bald wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Je früher eine Allergie erkannt und das Allergenspektrum bekannt ist, desto besser stehen die Aussichten, sie in den Griff zu bekommen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen