Schnupfen Nase zu: FAQ

Nase immer zu beim Schlafen

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Dass die Nase zu ist, kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen ist eine zugeschwollene Nase durch eine Infektionskrankheit wie eine Grippe oder eine Erkältung bedingt. Das ist nicht gefährlich, kann aber sehr unangenehm werden, insbesondere nachts beim Schlafen.

Warum die Nase immer zu ist, welche biologischen Prozesse dabei im Hintergrund ablaufen und wann ein Arzt indiziert ist, wird hier vorgestellt.

Fakten zum Thema

Die Nase schwillt nachts – aufgrund des im Liegen höheren osmotischen Gewebedruckes – stärker an als tagsüber in stehender oder sitzender Haltung. Wird der Schlaf durch die behinderte Nasenatmung zu stark eingeschränkt, sollte versucht werden, mit leicht aufgerichtetem Oberkörper zu schlafen. Mediziner empfehlen, nicht zu abschwellenden Nasensprays zu greifen, da diese zu einer Abhängigkeit führen können. Stattdessen können milde Hausmittel Linderung verschaffen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Dass die Nase zuschwillt ist in der Regel auf die Reaktion des Körpers auf Krankheitserreger oder Fremdstoffe zurückzuführen. Das Immunsystem kann unter anderem durch folgende Stoffe aktiviert werden:

  • Viren
  • Bakterien
  • Chemikalien, Gase
  • Tierhaare, Pollen, Blüten

Diese Stoffe reizen bestimmte Sensoren in der Nase. Daraufhin werden in den Schleimhäuten zirkulierende Zellen des Immunsystems aktiviert. Diese regen verschiedene Stoffwechselprozesse im Körper an, wodurch unter anderem die Durchblutung der Nase gesteigert wird. Die Blutgefäße erweitern sich, dadurch schwellen auch die Schleimhäute an.

In vielen Fällen wird die Nase zusätzlich durch Nasensekret verstopft. Dieses setzt sich zusammen aus abgetöteten Krankheitserregern und verbrauchten Zellen des Immunsystems. Es dient zum Abtransport dieser Stoffe aus der Nase.[2]

Tipps zur Behandlung

Ist die Nachtruhe durch eine zugeschwollene Nase beeinträchtigt, können verschiedene Methoden angewandt werden. Zunächst kann vor dem Schlafengehen versucht werden, die Nase etwa freier zu machen. Dabei können Dampfbäder mit Kamillenblütenextrakt oder Inhalationen mit Kochsalz helfen. Beim Schlafen sollte der Oberkörper etwas höher als gewöhnlich liegen. So können das Sekret und auch das Blut in den Gefäßen besser abfließen.

In akuten Fällen kann nachts auch Nasenspray verwendet werden. Hier sollten jedoch nur Präparate angewendet werden, die auf Meerwasserbasis beruhen. Andere Nasensprays können bei längerfristigem Gebrauch zu Abhängigkeit führen: Die Nase gewöhnt sich innerhalb einiger Tage an die im Nasenspray enthaltenen Substanzen. Diese verschaffen zwar Linderung, nach Absetzen des Nasensprays kehren die Beschwerden aber gleich wieder zurück.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen