Schnupfen Nase zu: FAQ

Nase zu (trotz Nasenspray)

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Dass die Nase verstopft ist, ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen von Infektionskrankheiten. Die Nase kann zum Beispiel bei einer Erkältung oder einer Grippe zuschwellen. Aber auch externe Reizfaktoren können eine verstopfte Nase bedingen. Nasenspray ist dabei eines der am häufigsten eingesetzten Mittel, um wieder eine freie Nase zu bekommen.

Nasenspray hilft nicht? Woran das liegen kann, welche Alternativen es gibt und was in diesem Zusammenhang beachtet werden muss, wird im weiteren Textverlauf geklärt.

Fakten zum Thema

Die Nase kann aufgrund multipler Ursachen zuschwellen und verstopft sein. In den allermeisten Fällen ist eine Erkältung oder eine Grippe ursächlich. Dabei vermittelt die Reaktion des Immunsystems ein Anschwellen der Nasenschleimhäute und eine stärkere Durchblutung der Nase, bedingt durch das Weiten der Blutgefäße.

Bei einer Erkältungskrankheit hilft in der Regel abschwellendes Nasenspray gut gegen eine verstopfte Nase. Einige Nasensprays können jedoch bei längerfristigem Gebrauch zu Abhängigkeit und chronischem Schnupfen führen.[1]

Biologischer Zusammenhang

In den meisten Formen von Nasenspray sind Wirkstoffe enthalten, welche unmittelbar an verschiedene Rezeptoren in der Nase wirken und so zu einem Abschwellen der Schleimhäute führen. Bei regelmäßigen Gebrauch gewöhnen sich die Schleimhäute an den Wirkstoff . Werden sie dann abgesetzt, tritt ein sogenannter Rebound-Effekt auf. Bei plötzlichem Absetzen des Nasensprays schwellen die Schleimhäute wieder an, obwohl die Ursache, z.B. der Entzündungsprozess, bereits abgeklungen ist.[2]

Liegen der Schwellung andere Ursachen als eine Gefäßerweiterung zugrunde, zeigen sich keinerlei positive Effekte durch die Anwendung. Bei einer verstopften Nase aufgrund einer Allergie entsteht die Schwellung durch eine Zunahme der Flüssigkeit im Gewebe außerhalb der Gefäße (extravasal). Auf diese Flüssigkeit haben die Wirkstoffe des Nasensprays keinen Einfluss. Auch bei anatomischen Verengungen, wie sie durch eine schiefe Nasenscheidewand (Nasenseptum) und kleine Geschwulste entstehen, kann ein Nasenspray keine Abhilfe schaffen.

Tipps zur Vorbeugung

Es gibt einige alternative Methoden, um die Nase frei zu bekommen. Gut helfen z.B. Hausmittel wie

  • Dampfbad aus Kamillenblüten
  • Inhalationen mit Salzwasser
  • Nasenspray auf Meersalzbasis

Ein Dampfbad kann ganz einfach zubereitet werden, indem etwa eine Hand voll Kamillenblüten mit kochendem Wasser übergossen wird.

Sollte ein Nasenspray benutzt werden, ist darauf zu achten, dass dieses nicht mehr als 3 Tage in Folge gebraucht wird. Ansonsten kann die Schleimhaut der Nase lokal absterben und es entstehen unangenehme Gerüche aus der Nase (sog. Stinknase).

Bringen Hausmittel und Nasenspray keinerlei Besserung und bleibt die Nasenschwellung über mehr als eine Woche ohne Besserung bestehen, sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen