Erkältung: Rezepte

Suppe gegen Erkältung

© PantherMedia / Ildi Papp

Eine Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren oder seltener auch Bakterien verursacht wird. Bei einer Erkältung kommt es zu Beschwerden wie Husten (Tussis), Schnupfen (Rhinitis) und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Als altes Hausmittel wird Suppe bei einer Erkältung empfohlen.[1]

Warum eine Suppe gegen Erkältung hilfreich sein soll, welche Suppen dafür besonders gut geeignet sind und was bei der Anwendung beachtet werden muss, soll im Folgenden geklärt werden.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Suppe bei Erkältung kann den Heilungsprozess unterstützen. Dafür sind einerseits die Inhaltsstoffe der Suppe, andererseits aber auch die pure Wärme verantwortlich. Als Suppe bei Erkältung werden vor allem Hühnersuppe, Zwiebelsuppe und Möhren-Ingwersuppe empfohlen.

In Hühnersuppe sind es vor allem die Bestandteile Cystein und Zink, die eine Abschwellung der Schleimhäute und eine Reduzierung der Entzündung bewirken.

Ingwer führt vor allem zu einer Erwärmung des Körpers und damit zu einer besseren Durchblutung. So können Krankheitserreger schneller abtransportiert werden. Außerdem wird Ingwer auch eine keimabtötende Wirkung nachgesagt.

Die Zwiebel gilt als Allheilmittel für viele Beschwerden. Sie enthält sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, Flavonoide, die entzündungshemmend wirken. Zwiebelsuppe wirkt so ebenfalls abschwellend auf die Schleimhäute und reduziert die Entzündungen im Hals.

Die Wärme regt den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Dadurch wird die Funktion des Immunsystems unterstützt und Krankheitserreger können schneller beseitigt werden.

Geht mit der Erkältung auch eine erhöhte Körpertemperatur oder sogar Fieber (Pyrexie) einher, so hilft Suppe außerdem, dem Körper verloren gegangene Flüssigkeit und Elektrolyte zurückzugeben.[2]

Anwendung und Dosierung

Generell kann von einer Suppe so viel gegessen werden, wie Appetit besteht. Im Allgemeinen ist bei einer Erkältung der Appetit eingeschränkt. Es ist daher häufig der Fall, dass sich Betroffene dazu zwingen müssen, ausreichend zu essen und zu trinken. Exemplarisch sollen im Folgenden jeweils ein Rezept für eine Zwiebelsuppe und für eine Möhren-Ingwer-Suppe vorgestellt werden:

Zwiebelsuppe (500 g Zwiebeln, 1 EL Butter, 800 ml Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer)

  • Die Zwiebel wird geputzt und in dünne Ringe geschnitten, oder auch gehobelt
  • Im Topf werden diese dann mit der Butter zusammen angeschwitzt, daraufhin dann mit Brühe aufgefüllt und 15 Minuten köcheln gelassen.

Möhren-Ingwer-Suppe (60 g frischer Ingwer, 400 g Möhren, 50 g Butter, 1 EL Zucker, 600 ml Gemüsebrühe, 150 ml Kokosmilch)

  • Ingwer schälen und fein würfeln, die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden
  • Beides in Butter anschwitzen lassen, Zucker darüberstreuen und leicht karamellisieren
  • Mit der Brühe und der Kokosmilch ablöschen sowie aufkochen, dann etwa 20 Minuten köcheln lassen
  • Am Ende die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken

Erwachsene sollten die Suppen möglichst heiß zu sich nehmen, da die Wärme einen positiven Effekt auf den Körper hat. Bei Kindern sollte die Suppe etwas abkühlen, bevor sie gegessen wird. Bei ganz kleinen Kindern sollte sie zudem nur kleine Stücke enthalten, die einfacher geschluckt werden können. Auch Babys können schon Suppe zu sich nehmen. Hier sollte aber die Suppe nur lauwarm sein und vorher von den Eltern probiert werden.

Zu beachten

Grundsätzlich können Allergien gegen einzelne Inhaltstoffe bestimmter Suppen bestehen. Mögliche Allergien sollten bei der Zubereitung beachtet werden. In der Regel können diese Inhaltsstoffe einfach weggelassen werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung