Halsschmerzen: Tee

Grüner Tee gegen Halsschmerzen

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Eine Vielzahl an Hausmitteln kann Halsschmerzen lindern. Eines dieser Mittel ist Grüner Tee. Grüner Tee wirkt präventiv gegen eine ganze Reihe von chronischen Krankheiten. Unter anderem kräftigt er nachweißlich das Immunsystem und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Ob er jedoch im akuten Krankheitsfall Halsschmerzen zu lindern vermag, ist fraglich, da die Konzentration an antiviralen und antibakteriellen Stoffen sehr gering ist.

Welchem biologischen Prozess die Wirkung des grünen Tees zugrunde liegt, wie der Tee angewendet sowie dosiert werden sollte und was es dabei unbedingt zu beachten gilt, soll im Folgenden geklärt werden.

Wirkungsweise (biologischer Prozess)

Halsschmerzen äußern sich für den Betroffenen unterschiedlich: als Kratzen im Hals, als Schmerzen beim Schlucken oder beim Sprechen. Hinzu kommt oft ein Schwächegefühl sowie auch Schnupfen (Rhinitis). Halsschmerzen lassen sich je nach der Lokalisation wie folgt unterscheiden:[1]

– Pharyngitis (Rachenentzündung)

– Angina tonsillaris (Mandelentzündung)

– Laryngitis (Kehlkopfentzündung)

– Epiglottitis (Kehldeckelentzündung)

Allgemein wirkt der grüne Tee stark entgiftend und senkt den Cholesterinspiegel. Zudem verbessert er die Insulinsensitivität, wodurch das Risiko für Diabetes Typ II herabgesetzt wird. Es werden zusätzlich der Fettstoffwechsel und die Fettverbrennungangeregt, was wiederum zur Vorbeugung gegen Krebskrankheiten, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mitbreiträgt.

Die antibakteriellen und antiviralen Stoffe im Grünen Tee können die Linderung der Symptomatik bei Halsschmerzen mit unterstützen. Hierbei helfen die Tee-Polyphenole. Diese sind in der Lage, freie Radikale zu binden und so den Körper vor der schädlichen Wirkung der Viren auf die ablaufenden Stoffwechselprozesse zu schützen. Somit hemmen sie die Reproduktion der Erreger, wirken also antiviral. Weiterhin werden den Polyphenolen auch antientzündliche Eigenschaften zugesprochen. [2] 

Anwendung und Dosierung

Bei Halsschmerzen ist es wichtig, den Grünen Tee mit einerWassertemperatur von etwa 100 Grad Celsius und einer Ziehzeit von zwei Minuten zuzubereiten. In dieser Zeitspanne werden die Polyphenole aus dem Tee gelöst und können sich im großen Umfang ausbreiten. Der Tee hilft umso besser, wenn er schnellstmöglich nach Eintreten der ersten Symptome regelmäßig getrunken wird. Da bei Halsschmerzen oft ein geschwächtes Immunsystem vorliegt, empfiehlt sich der Sencha-Tee. Er ist reich an Aminosäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen. Zudem ist auch der Gyokuro-Tee zu empfehlen, da auch hier die Konzentration der Aminosäuren und Mineralstoffe relativ hoch ist. Der Gyokuro wird üblicherweise morgens getrunken, der Senchamittags, da beide einen mittleren bis hohen Anteil an Koffein haben und somit aktivierend wirken.

Zu beachten:

Trotz der guten, heilenden Wirkung sollte die Einnahme einer zu großen Menge von Grünem Tee vermieden werden. Aufgrund des Koffeins kann er sich auf das Herz-Kreislauf-System auswirken und zum Beispiel Bluthochdruck, Nervosität oder Einschlafprobleme zur Folge haben.

Des Weiteren sollte mit dem Arzt die Einnahme von Grünem Tee abgesprochen werden, wenn zur Behandlung der Halsschmerzen Medikamente eingenommen werden. Es können Wechselwirkungen mit Medikamenten entstehen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen