Halsschmerzen: Tee

Pfefferminztee gegen Halsschmerzen

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Bei einer Erkältung (auch als grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung bezeichnet) kommt es nicht selten zu Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Abgeschlagenheit. Als altes und bewährtes Heilmittel vermag der Pfefferminztee diese Beschwerden zu lindern.[1] Im folgenden Text wird die Wirkung des Pfefferminztees bei Erkältungen betrachtet, zudem wird über die Anwendung und Dosierung sowie über mögliche Risiken aufgeklärt.

Wirkungsweise

Die in der Pfefferminzpflanze enthaltenen ätherischen Öle (besonders das Menthol) wirken desinfizierend und lösen das festsitzende Sekret, welches bei einer Erkältung die oberen Atemwege blockiert.[2]

Anwendung und Dosierung

Pfefferminze kann bei Erkältungen unterschiedlich angewendet werden. Die damit verbundene Dosierung kann der folgenden Tabelle entnommen werden:

Anwendung Dosierung
Vor allem Tee aus frischen Pfefferminzblättern zeigt bei Erkältung eine heilende Wirkung. Weiterhin sorgen die aufsteigenden Düfte des Tees für eineschnellere Abheilung des Schnupfen.[3] Eine Handvoll Pfefferminzblätter mit etwa 200 ml kochendem Wasser übergießen und 5-10 Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich trinken.
Bei Fieber hilft das Trinken von Kräuterteesgesüßt mit Traubenzucker. [4] Eine Handvoll Pfefferminzblätter mit etwa 200 ml kochendem Wasser übergießen und 5-10 Minuten ziehen lassen. Mit Traubenzucker süßen. Mehrmals täglich trinken.
Bei Husten helfenInhalationsbäder/Dampfbäder mit ätherischen Ölen. [5] Fünf Tropfen Pfefferminzöl mit einem Liter kochenden Wasser in einen Topf geben. Diesen mit einer Unterlage auf den Tisch stellen und davorsetzen. Das Gesicht über den aufsteigenden Dampf halten (Vorsicht! Nicht zu nah!) und Kopf sowie Oberkörper mit einer Decke oder Handtuch bedecken. Etwa 10 Minuten tief durch Mund und Nase einatmen. Danach bestenfalls wieder Bettruhe halten.
Beim Fließschnupfen gilt es, den Sekretabfluss zu verstärken. [6] Ätherisches Öl der Pfefferminze als Tropfen, Einreibung oder Inhalation verwenden + Pfefferminztee, um Nasensekret flüssig zu halten.

Zu beachten

Bei der Verwendung des Pfefferminzöls ist zu beachten, dass dieses nicht in Kontakt mit den Augen treten darf, da das Menthol zu starken Reizungen führen kann. Auf der Haut angewendet, sollte es nicht großflächig verrieben werden, da Menthol eine kühlende Wirkung besitzt und zu starkem Kältegefühl führen kann. Bei Kleinkindern unter drei Jahren kann die Anwendung des Öls eine Atemnot zur Folge haben.

Bei Überdosierung von Pfefferminztee kann es zu Entzündungen im Verdauungstrakt kommen. Das enthaltene Menthol stimuliert die Bildung von Magensäure, es können Magenschmerzen auftreten.[7]

Falls sich der Allgemeinzustand oder einzelne Symptome der Erkältung verschlimmern, muss ein Arzt aufgesucht werden. Atemabhängige Schmerzen mit Husten und Fieber können auf eine Lungen- oder Rippenfellentzündung (Pneumonie oder Pleuritis) hindeuten. Bei Fieber, das bei 39° oder höher liegt oder über drei Tage andauert, muss ebenfalls ein Arzt gerufen werden. Husten und Schnupfen darf nicht länger als eine Woche bestehen. Danach muss ein Arzt zu Rate gezogen werden.[8]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen