Schnupfen Beim Baby: FAQ

Baby hat Schnupfen u. Husten – Wann zum Arzt?

© PantherMedia / Markus W. Lambrecht

Babys und kleine Kinder erkranken relativ schnell an einer Erkältung.[1] Oft leiden die Kinder unter Schnupfen (Rhinitis) und Husten (Tussis). Des Weiteren können Halsschmerzen (Pharyngitis) und Fieber (Pyrexie) auftreten.

Wann ein Kind unbedingt zum Arzt muss und warum Schnupfen und Husten für kleine Kinder gefährlich werden können, soll im folgenden Text erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung wird zumeist durch Viren ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Sprechen.[2] Bei einem Schnupfen sammelt sich schleimiges oder verhärtetes Sekret in der Nase an. Dadurch fällt den Babys das Atmen und in weiterer Folge auch das Trinken besonders schwer.[3] Da der Husten zumeist als Reizhusten beginnt, leiden kleinere Kinder besonders unter den Schmerzen, die dabei auftreten können.

Bei einem normalen Schnupfen beginnt das Kind mit schniefen, die Schleimhäute röten sich und beginnen, anzuschwellen. In den ersten Tagen beginnt dieSchleimbildung zunächst mit einem wässrig-serösem Sekret, das noch gut ablaufen kann. Danach wird das Sekret aber dickflüssiger. Um dem Kind das Atmen wieder zu erleichtern, muss versucht werden, das Sekret wieder zu verflüssigen, damit es abfließen kann. [4]

Husten wird durch eine Reizung der Atemwege ausgelöst. Zumeist ist der Hustenzuerst trocken (Reizhusten), später bildet sich dann Schleim, der von älteren Kindern abgehustet und von jüngeren Kindern hinuntergeschluckt werden kann.[5]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Das während einer Erkältung auftretende Sekret findet sich physiologischerweise als Überzug über der Nasen- und Bronchialschleimhaut und dient dazu, dieSchleimhaut feucht zu halten, Keime abzuwehren und Staub und Schadstoffe aus der Luft abzufangen.[6]

Bei einer Entzündung dieser Schleimhaut im Rahmen einer Erkältung kommt es durch die Ausschüttung von Botenstoffen (Entzündungsmediatoren), wie Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen zu einer Anschwellung und Rötungdes Gewebes und zu einer vermehrten Absonderung (Exsudation) des Schleims.[7] Dadurch werden die anfallenden Abwehrzellen des Körpers und die zerstörten Erreger nach außen abgegeben.

Risiken

Wenn die Symptome länger als 7 bis 10 Tage andauern, zusätzlich Fieber auftritt und das Baby die Nahrung verweigert, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Auch Kurzatmig- und Schlaflosigkeit sowie anhaltendes Schreien sollten genauer abgeklärt werden.[8]

Da sich das Baby zusätzlich zu einer Erkältung auch noch mit einer bakteriellen Infektion anstecken kann, sollte bei einer plötzlichen Verschlechterung der bestehenden Symptome oder beim Auftreten von zusätzlichen Symptomen ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen