Schnupfen: Krankheitstypen

Festsitzender Schnupfen

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Schnupfen (Rhinitis) lässt sich in zwei Arten unterteilen: Fließschnupfen, der gewöhnlich akut im Rahmen von Infektionen auftritt, undStockschnupfen bzw. trockener Schnupfen, der meist eine deutliche Einschränkung der Atmung mit sich bringt und festsitzend auftritt. Wird der Schnupfen durch Infekte der Atemwege verursacht, verschwindet er mit ihrem Abklingen meist von selbst. Aber auch andere Ursachen kommen für anhaltenden Schnupfen infrage. Welche genauen Ursachen langer Schnupfen haben kann und wie sie behandelt werden können, wird im Folgenden näher ausgeführt.

Ursachen von festsitzendem Schnupfen

Mögliche Ursachen für Schnupfen bilden Infekte der Atemwege, die Belastung durch Reizstoffe oder Allergien. Typische Symptome sind eine verstopfte oder laufende Nase, Niesen, geschwollene Nasenschleimhäute und Kopfschmerzen. Erkältungsschnupfen beginnt meist mit einer trockenen Phase. Im Anschluss folgt die Phase des Fließschnupfens, in der das Laufen der Nase beginnt und wässriger bis gelblich-grüner Schleim aus geniest wird. Die Ursache ist meist ein harmloser viraler Infekt, der nach einer Woche von selbst abklingt [1]. Kommt jedoch zusätzlich ein bakterieller Infekt („Superinfektion“) hinzu, werden vermehrt Entzündungsbotenstoffe ausgeschüttet und führen zu dem bekannten Symptom des festsitzenden Schnupfens (Stockschnupfens) [2].

Dauert der Schnupfen längere Zeit an und geht ohne die typischen Anzeichen einer erkältung oder Grippe einher, wurde er wahrscheinlich durch eine Allergie oder äußere Reize verursacht [3]. Durch die Überempfindlichkeit auf äußere Reize treten Entzündungsreaktionen auf und die Nasenschleimhaut schwillt an. Die Nasenatmung wird behindert und es treten Niesattacken mit wässriger Sekretion auf [4]. Daraus kann sich ebenfalls ein festsitzender Schnupfen entwickeln.

Behandlung von festsitzendem Schnupfen

Die Behandlung von festsitzendem Schnupfen muss je nach Ursache unterschiedlich erfolgen.

Infekte der Atemwege

Hausmittel: Gegen Schnupfen haben sich Hausmittel wieInhalationen und Nasenspülungen bewährt. Diese bewirken eine Lösung des Schleims, eine Reinigung der Atemwege und durch die Befeuchtung der Schleimhäute auch ihre Beruhigung und Pflege.

Anwendungen: Für eine Inhalation in eine Schüssel mit heißem Wasser wenige Tropfen ätherisches Öl wie Eukalyptus (zusätzliche antibakterielle Wirkung) geben und den Kopf mit einem Handtuch bedeckt etwa 15 bis 20 Minuten über die Schüssel beugen. Dann den aufsteigenden Dampf inhalieren. Eine Inhalation kann zwei- bis dreimal am Tag erfolgen [5]. Für eine Nasenspülung einen halben gestrichenen Teelöffel Kochsalz in einem Liter warmem Wasser lösen. Den Kopf seitlich über das Waschbecken beugen und mithilfe einer Nasendusche die Salzlösung in das obere Nasenloch drücken. Diesen Vorgang mit dem anderen Nasenloch wiederholen. Diese Anwendung kann ein- bis zweimal täglich durchgeführt werden [6].

Wirkstoffe: Xylometazolinhydrochlorid weist eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute durch die Verengung ihrer Blutgefäße auf. Er sollte nicht länger als ein bis zwei Wochen angewendet werden, um Gewöhnungseffekte (Privinismus) zu vermeiden. Medikamente mit diesem Wirkstoff sind z. B. Rhinomer Plus® Nasenspray, Otriven® Sinu-Spray und Olynth® Nasentropfen [7].

Therapien: Generell ist es ratsam, während eines Infektes Bettruhezu halten und dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen, um die Schleimlösung zu fördern.

Reizungen durch externe Faktoren (Allergie)

Hausmittel: Eukalyptus weist ähnliche Wirkungen wie Cortison auf und lindert damit die allergischen Beschwerden.

Anwendung: Mit Eukalyptus kann wie oben beschrieben inhaliert werden [8]. Auch Nasenduschen können sich als hilfreich erweisen, da sie die schädlichen Stoffe aus den Atemwegen befördern.

Wirkstoffe: Cromoglicinsäure kann die Symptome einer allergischen Reaktion abschwächen und dieser entgegenwirken. Sie ist in Form von Nasensprays erhältlich [9].

Therapien: Gegen Allergien gibt es die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung. Das funktioniert vom Prinzip her wie beim Impfen: Dem Betroffenen werden die Allergene, welche die Allergie auslösen, in mehreren Sitzungen in steigender Dosis verabreicht. Das Immunsystem soll sich hierdurch an den Auslöser gewöhnen und bei der nächsten Kontakt mit dem Allergen nicht mehr so stark darauf reagieren [10]. Zur kurzfristigen Besserung ist es empfehlenswert, vor dem Schlafengehen zu duschen, um die belastenden Stoffe nicht mit ins Bett zu tragen [11].

Zu beachten

Zu den Risikogruppen für Schnupfen gehören je nach Ursache Allergiker und Asthmatiker, Raucher, Personen, die schädlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind, oder allgemein Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Ein Schnupfen klingt in der Regel binnen einer Woche von selbst ab; sollte dies nicht der Fall sein, sich der Schnupfen dagegen z. B. in Form einer bakteriellen Infektion festsetzen und starke Symptome wie häufige Niesanfälle und permanent zugeschwollene Nasenschleimhaut nach sich ziehen, sollte in jedem Fall mit einem Arzt gesprochen werden, um die genaue Ursache zu ermitteln. Auch bei Verdacht auf allergische Reaktionen sollte die Beratung durch einen Arzt dringend und unverzüglich erfolgen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen