Erkältung: Tee

Ingwertee bei Erkältung

© PantherMedia / Liane Matrisch

Die nachgewiesene entzündungshemmende und antivirale Wirkung von Ingwer (Zingiber officinale) macht die Wurzel zu einer Allzweckwaffe gegen Erkältungen und den damit einhergehende Beschwerden.[1] Der folgende Text gibt einen Überblick über die Wirkungsweise, die Zubereitung und die Anwendung von Ingwertee. Des Weiteren zeigt er mögliche Risiken auf.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Gingerole und die Shogaole, die Scharfstoffe der Ingwerwurzel, regen dasKreislaufsystem an und schützen die Schleimhäute vor ankommenden Bakterien und Viren. Sie wirken entzündungshemmend, keimabtötend und schleimlösend.

  • Ingwer besitzt zudem eine durchblutungsfördernde Wirkung. Diese sorgt für ein tiefgreifendes Wärmegefühl und dämmt Schüttelfrost ein.
  • Weiterhin wird vermutet, dass die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle die Vermehrung der Viren hemmen können.[2]
  • Ingwertee kann mit Honig und/oder Zitrone verfeinert werden. Die Wirkung des Tees wird dann noch ausgeweitet.[3]
  • Ingwer besitzt neben der effektiven Wirkung im akuten Krankheitsfall auch eine immunstärkende Wirkung und kann daher ebenso präventiv angewendet werden. [4]

Anwendung und Dosierung

  1. Die wichtigsten Wirkstoffe der Ingwerwurzel liegen direkt unter der Schale. Diese daher – wenn überhaupt – nur dünn entfernen.
  2. Die Ingwerscheiben mit heißem Wasser in einen Topf geben und bei schwacher Temperatur 10- 20 Minuten sieden lassen.
  3. Die Intensität verstärkt sich mit wachsender Zeit.
  4. Nach einer kurzen Abkühlungszeit werden etwas Zitronensaft und Honig je nach Geschmack hinzugesetzt.
  5. Der Tee kann alle zwei Stunden getrunken werden. Am besten jedes Malfrisch zubereiten, so kann die bestmögliche Wirkung erzielt werden.[5]

Obwohl Ingwer als ein anerkanntes Hausmittel zur Linderung von Beschwerden während eines grippalen Infekts gilt, beträgt die allgemeine Dauer einer Erkältung etwa eine Woche.

Zu beachten

Während der Schwangerschaft sollte die Betroffene auf Ingwer als Mittel gegen Übelkeit verzichten, da die Einnahme vorzeitige Wehen auslösen kann. Menschen mit erhöhtem Blutdruck (Hypotonie) oder einer Neigung zu Gallensteinen (Cholelith) sollten auf Ingwer verzichten. Auch bei Magenproblemen ist ein niedrig dosierter Gebrauch von Ingwer ratsam, denn Ingwer regt die Produktion von Magensäure an. Eine Anwendung von Hausmitteln, die das Immunsystem stärken, sollte bei vorliegenden immunologischen Krankheiten mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Sonstige Neben- oder Wechselwirkungen von Ingwer sind nicht bekannt. [6][7]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung