Erkältung: Risiken

Grippeimpfung nach (während) Erkältung

© PantherMedia / Monika Schüll

Gegen die Grippe gibt es eine Impfung, die für bestimmte Personengruppen besonders empfohlen wird. Wie andere Impfungen kann aber auch die Grippeimpfung mit Komplikationen einhergehen. Während als auch nach einer Erkältung ist eine Grippeimpfung möglich. Welche Umstände dafür erfüllt sein müssen, welche Risiken bestehen und wann eine Impfung verschoben werden sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

In der Regel sollte eine Impfung nur bei ansonsten gesunden Personen durchgeführt werden. Eine Impfung stellt immer eine gewisse Belastung des Immunsystems dar. Bei einer schon vorher vorhandenen Erkrankung kann das Immunsystem überlastet werden. Nach bzw. während einer Erkältung kann eine Impfung immer dann durchgeführt werden, wenn der Betroffene nicht unter zu starken Allgemeinsymptomen leidet.[1]

Präventionsmaßnahmen

Einige Beschwerden, die auch bei einer Erkältung auftreten können, sind eine deutliche Kontraindikation für eine Impfung. Eine Grippeimpfung sollte nicht stattfinden, wenn folgende Symptome vorliegen:

  • Fieber (Pyrexie)
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Muskelschmerzen
  • Atemnot (Dyspnoe)[2]

Mythen

Eine Erkältung und eine Grippe sind nicht ein und dasselbe, die Begriffe werden jedoch im Alltagsgebrauch fälschlicherweise oft synonym verwendet. Eine Erkältung wird durch andere Erreger ausgelöst und geht mit leichteren Symptomen als eine Grippe einher. Eine Grippeimpfung kann somit nicht die Erkältung bekämpfen. Sie kann allerdings die Symptome verschlimmern.

Zu beachten

Nach einer Grippeimpfung kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Relativ häufig tritt eine Rötung an der Einstichstelle auf. Diese kann jucken oder erhitzt sein. Außerdem können sich leichte Grippesymptome zeigen. In der Regel verschwinden aber sowohl die Hauterscheinungen als auch die Symptome innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder.

Bei Kindern sollte während einer Erkältung nicht geimpft werden. Kinder haben noch kein vollständig entwickeltes Immunsystem und sind deshalb empfindlicher für Krankheitserreger. Bei ihnen kann auch eine Erkältung schon mit schwereren Symptomen einhergehen. Kommt es zusätzlich zu einer Impfung, kann das Immunsystem überlastet sein. Auch folgende Personengruppen sollten sich nicht während einer Erkältung impfen lassen:

  • Menschen ab 60 Jahre
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen mit Stoffwechselstörungen[3]

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung