Grippe: Häufige Fragen

Die besten Medikamente bei Grippe

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Grippe (Influenza) geht meist mit mehreren Symptomen einher, wodurch sie sich auch genau definieren lässt. Diese können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Es müssen auch nicht immer alle Symptome gleichzeitig, sondern es können auch nur ein paar auftreten.

Das Hauptsymptom einer Grippe ist aber sicherlich das Fieber (Pyrexie). Dazu können aber auch viele weitere Symptome wie Gliederschmerzen, Kopfschmerzen (Cephalgie), Husten (Tussis), Schüttelfrost (Febris undularis), allgemeines Krankheitsgefühl und Schwäche sowie Appetitlosigkeit hinzukommen. [1]

Medikamente bei Grippe

Was das beste Medikament gegen eine Grippe ist, ist schwer zu sagen, aber es gibt einige Wirkstoffe, die gegen Grippe wirksam sind. Die besten Wirkstoffe sind hierbei all jene, die in die Gruppe der NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) gehören. Denn diese wirken durch die Hemmung von Cyclooxygenasen (COX)entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzstillend. Cyclooxygenasen sind Enzyme, die im Körper an vielen unterschiedlichen Prozessen wie der Entstehung von Schmerz, Fieber und Entzündungen, der Magen-Schleim-Produktion und der Blutgerinnung beteiligt sind. Durch ihr weites Wirkungsspektrum sind sie besonders beliebt, wenn mehrere Symptome gleichzeitig, wie es beim grippalen Infekt der Fall ist, zu behandeln sind. Allerdings ergeben sich dadurch auch viele Nebenwirkungen wie Bauchweh und Blutgerinnungsstörungen.

Acetylsalicylsäure:

  • Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) eignet sich besonders gut bei Fieber und Kopfschmerzen, da es die Cyclooxygenasen im Körper hemmt und dadurch sowohl Fieber, als auch Kopfschmerzen und Entzündung lindert. Deshalb gehört die Acetylsalicylsäure zur Wirkstoffklasse der NSAR.
  • Acetylsalicylsäure hat zahlreiche Nebenwirkungen. Die bedeutendste davon ist sicherlich, dass sie bereits in geringer Dosierung von 10 mg die Blutgerinnung hemmt, wodurch es zu gesteigerten Blutungen im Körper kommen kann. Deshalb ist besonders hier Vorsicht geboten, wenn der Betroffene leicht Blutungen erleidet oder bei gleichzeitiger Einnahme von blutungsgerinnenden Medikamenten wie Clopidogrel oder Dabigatran.
  • Acetylsalicylsäure ist bei Schwangeren, in der Stillzeit und Kindern (Reye-Syndrom) kontraindiziert. Durch die komplexen Wirkungen der Cyclooxygenasen im Körper kommt es bei der Schwangeren und ihrem ungeborenen Kind zu Veränderungen der Blutgefäße, die beim Ungeborenen zu einer lebensbedrohlichen Unterversorgung mit Blut kommen kann. Bei Kindern kommt es durch bis jetzt unbekannte Ursachen zu einer Schädigung des Gehirns und der Leber, die sich meist als starkes Erbrechen äußert. Acetylsalicylsäure geht in die Muttermilch und so auf das Kind über und darf deshalb nicht von stillenden Frauen genutzt werden.
  • Medikamente: ASS 500 HEXAL , ASS-Ratiopharm 500 , Aspirin

Ibuprofen:

  • Auch Ibuprofen ist ein Wirkstoff aus der Klasse der NSAR und hemmt die Cyclooxygenasen. Es eignet sich weniger gut, um das Fieber zu senken, sondern besser, um Schmerzen zu stillen. Deshalb ist er besonders bei starken Kopf- und Gliederschmerzen zu empfehlen.
  • Ibuprofen kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen, weshalb bei der Einnahme häufig Sodbrennen oder Übelkeit (Nausea) auftreten können.
  • Bei schweren Leber- und Nierenschäden ist Ibuprofen kontraindiziert.
  • Medikamente: Ibuprofen Heumann Schmerztabletten 400, IbuHEXAL akut 400, Ibubeta 400 akut [2]

Paracetamol:

  • wirkt wie Ibuprofen und Acetylsalicylsäure über die Hemmung von Cyclooxygenasen, wird durch seine fehlende entzündungshemmende Wirkung jedoch meistens nicht zu den klassischen NSAR gezählt.
  • Paracetamol wirkt in erster Linie fiebersenkend und schmerzstillend. Besonders gut eignet sich Paracetamol, um Fieber zu senken. Auch wird die Schmerzempfindlichkeit gesenkt, wodurch sich Paracetamol besonders gut bei Kopf- und Gliederschmerzen eignet.
  • Im Gegensatz zu klassischen Wirkstoffen aus der Gruppe der NSAR (wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure) weist Paracetamol keine Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt auf, jedoch wird es über die Leber abgebaut und lässt die Leberenzyme ansteigen. Deshalb ist es besonders bei Leberversagen kontraindiziert, bei geschädigten Nieren darf es aber angewendet werden. Es darf außerdem auch in der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern eingesetzt werden. Jedoch muss bei der Dosierung gut aufgepasst werden, da Paracetamol leicht überdosiert wird und dann Nebenwirkungen wie Übelkeit und Leberschädigung auslösen kann. Weitere Information sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder dem Gespräch mit Hausarzt oder Apotheker.
  • Medikamente: Paracetamol 500 – 1 A Pharma, Paracetamol 500 HEXAL, Paracetamol-ratiopharm 500 Tabletten. [3]

Zu beachten

Besonders wichtig bei der Verwendung von NSAR ist, die Tagesdosis nicht zu überschreiten, da dies zu schlimmen Nebenwirkungen führen kann. Deshalb ist es ratsam, den Apotheker genau nach der Dosierung zu fragen bzw. im Beipackzettel diese nachzulesen. Sollten allergische Reaktionen auftreten, sollte der Betroffene sofort einen Arzt kontaktieren.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe