Grippe: Nebenwirkungen

Fieber nach Grippeimpfung

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Die Grippeimpfung gehört mit zu den häufigsten Impfungen in Deutschland. Sie ist in der Regel ungefährlich. Da bei der Grippeimpfung in den meisten Fällen Erreger der Grippe in abgeschwächter Form eingeimpft werden, kann es nach einer Impfung zu Symptomen kommen, die an eine Grippe erinnern. Auch Fieber (Pyrexie) kann auftreten.

Was bei der Impfung passiert, warum es zu Fieber kommen kann und welche Risiken damit verbunden sind, zeigt der folgende Text.

Fakten zum Thema

Die Nebenwirkungen einer Influenzaimpfung (Grippeimpfung) können sehr vielfältig sein. Typisch sind vor allem Hauterscheinungen an der Einstichstelle. Dazu gehört eine Rötung der Haut, die mit einer Schwellung und Juckreiz einhergehen kann.

Aber auch erkältungs- bzw. grippeähnliche Beschwerden wie Erschöpfung und Fieber (Pyrexie) können auftreten. Diese Erscheinungen zeigen eine Auseinandersetzung zwischen Immunsystem und Impfstoff an.[1]

Biologischer Zusammenhang

Bei der Grippeimpfung gibt es zwei Möglichkeiten: die Impfung mit einem Tot- oder mit einem Lebendimpfstoff. Bei der Impfung mit einem Totimpfstoff werden Antikörper gegen die Erreger eingeimpft. Diese Impfung findet vor allem bei Menschen statt, die an einer starken Grippe leiden, sich in akuter Gefahr befinden oder zu den folgenden Risikogruppen gehören:

  • Kinder
  • Menschen über 60 Jahren
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

Bei der Lebendimpfung werden abgeschwächte Erreger der Grippe eingeimpft. Diese tragen an ihrer Oberfläche bestimmte Proteine (sogenannte Antigene), anhand derer sie vom Immunsystem erkannt werden. Das Immunsystem bildet daraufhin wie bei einer richtigen Infektion Abwehrzellen (Antikörper) gegen die Erreger. Da also auch bei der Impfung das Immunsystem aktiviert wird, wenn auch in abgeschwächter Form, können sich hier auf gleiche Weise Symptome entwickeln.

Zu Fieber kommt es, wenn bestimmte Stoffe (sogenannte Pyrogene) vom Körper produziert werden. Fieber trägt einerseits dazu bei, dass bestimmte Stoffwechselvorgänge im Körper schneller ablaufen. So können Erreger schneller erkannt und zügiger bekämpft werden. Andererseits können bestimmte Stoffe der Abwehr auch nur bei erhöhter Temperatur arbeiten.[2]

Tipps zur Vorbeugung

Wer sich einer Grippeimpfung unterzieht, sollte sich vorher möglichst vollständig gesund fühlen. Wer unter einer Erkältung leidet, sich schlapp und matt fühlt oder eine andere Erkrankung wie beispielsweise eine Entzündung hat, sollte die Impfung lieber verschieben.

Symptome wie Fieber nach einer Grippeimpfung treten bei Kindern und älteren Menschen besonders häufig auf. In der Regel halten sie aber nur ein bis zwei Tage an und klingen danach wieder ab. Wer länger unter den Beschwerden leidet, sollte nach etwa fünf Tagen erneut einen Arzt aufsuchen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe