Grippe: Nebenwirkungen

Grippesymptome nach Impfung

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Die Grippe ist eine Infektionskrankheit, die je nach allgemeinem Gesundheitszustand mit schweren Symptomen einhergehen kann. Deshalb wird in vielen Fällen empfohlen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Dass Symptome einer Grippe nach einer Grippeimpfung auftreten können, ist normal und in der Regel kein Grund zur Sorge.

Wie geimpft wird, warum Symptome nach einer Impfung auftreten und welche Grippesymptome sich zeigen können, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Grippesymptome, die nach einer Impfung auftreten, zeigen in der Regel die Auseinandersetzung des Organismus mit den toten Viruspartikeln an. Das Immunsystem wird bei der Impfung, genau wie bei einer tatsächlichen Infektion, aktiviert – allerdings in abgeschwächter Form. Dabei kann es zum Auftreten von allen Symptomen kommen, wie sie auch bei einer tatsächlichen Infektion auftreten. Dazu gehören Allgemeinsymptome wie:

  • Abgeschlagenheit
  • Fieber (Pyrexie)
  • Gliederschmerzen
  • Unwohlsein

Außerdem können auch lokale Symptome wie Rötung und Schwellung an der Einstichstelle auftreten. [1]

Bei Kindern treten am häufigsten Allgemeinsymptome, bei Erwachsenen häufiger allergische Symptome wie eine Schwellung auf.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Gegen die echte Grippe wird in den allermeisten Fällen mit einem Totimpfstoff geimpft. Dieser enthält inaktivierte Bestandteile des Influenza-Virus, gegen die das Immunsystem nach der Impfung Antikörper entwickelt. Bei den Bestandteilen handelt es sich um die Oberflächenproteine Hämagglutinin und Neuradiminase. Ersteres ist für die Aufnahme des Virus an den Rezeptoren auf der Zelloberfläche des Betroffenen verantwortlich, Zweites stellt sicher, dass das Hämagglutinin sowohl beim Eindringen in die Zelle als auch beim Abkapseln nicht mit den Rezeptoren verklumpt. Bei einem wirklichen Infekt erkennen die Antikörper dann diese Proteine und das Immunsystem kann sich dann sehr schnell und effizient gegen den Virus zur Wehr setzen. [2]

Zu Beachten:

Sehr selten sind schwere Komplikationen wie eine Gefäßentzündung, eine Hirnentzündung oder das seltene Guillain-Barré-Syndrom. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Nervenentzündung, die zu einer rasch zunehmenden Muskelschwäche, manchmal bis hin zur Lähmung führt. Derartige Komplikationen treten bei rund einem von einer Millionen geimpften Menschen auf. Sobald sich aber Symptome nach der Impfung zeigen, die stärker sind, als was bei einer Grippe erwarte wird, sollte sofort der Arzt aufgesucht werden.

Für Menschen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß ist die Grippeimpfung lebensgefährlich. Die eingeimpften Viren werden in einer Kultur auf Hühnereiweiß angezüchtet und vermehrt. In den Impfseren können sich so Bestandteile dieser Eiweiße befinden. Gelangen sie in das Blut können Betroffene einen schweren allergischen Schock erleiden. Dieser kann lebensbedrohlich sein.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe