Grippe: Nebenwirkungen

Roter Fleck nach Grippeimpfung

© PantherMedia / elmar gubisch

Die Grippeimpfung wird von der ständigen Impfkommission empfohlen. Da dabei Teile der Erreger einer Grippe in den Körper injiziert werden, können bei der Grippeimpfung, wie bei jeder anderen Impfung auch, Nebenwirkungen auftreten. Eine dieser Nebenwirkungen ist ein roter Fleck an der Einstichstelle.

Was bei der Grippeimpfung passiert, wie ein roter Fleck entsteht und ob das gefährlich sein kann, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Die Grippeimpfung gehört zu den sogenannten Lebendimpfungen. Das bedeutet, dass abgeschwächte Erreger der Grippe (sogenannte Influenza-Viren) mit der Impfung verabreicht werden. Diese Erreger sind in der Regel so weit abgeschwächt, dass sie keine Erkrankung mehr auslösen können. Sie sorgen aber im Körper für eine Aktivierung des Immunsystems. Durch den Kontakt mit den Antigenen der Erreger bildet das Immunsystem Abwehrzellen, unter anderem auch sogenannte Gedächtniszellen. Diese Gedächtniszellen können dann bei einer tatsächlichen Infektion sofort eine Abwehrreaktion auslösen.

Da bei der Grippeimpfung Erreger injiziert werden, kann es zu Nebenwirkungen oder Komplikationen kommen. Ein roter Fleck an der Einstichstelle tritt relativ häufig auf. Er kann von Juckreiz und leichten Schmerzen begleitet werden.[1]

Ursachen und Risikofaktoren

Der rote Fleck an der Einstichstelle kann, er muss aber nicht bei einer Grippeimpfung auftreten. Bei wem es zu einem roten Fleck kommt und bei wem nicht, ist schwer vorherzusagen. Der rote Fleck kann auf zwei Arten entstehen:

Einerseits kann es bei extrem empfindlichen Menschen passieren, dass die Haut durch die Spritze und die Erreger so sehr gereizt wird, dass sich eine lokale Entzündungsreaktion entwickelt. An der Einstichstelle werden dann verschiedene körpereigene Botenstoffe, wie zum Beispiel Histamin, ausgeschüttet. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und es kommt zu der sichtbaren Hautrötung.

Ein roter Fleck kann aber auch entstehen, wenn die Nadel verunreinigt war und Keime auf oder unter die Haut gelangt sind. Dieser Fallt tritt allerdings extrem selten auf.[2]

Zu beachten

Vorbeugen ist kaum möglich. Ein roter Fleck ist in der Regel aber auch nicht gefährlich. Nach spätestens zwei bis drei Tagen sollte er sich zum größten Teil wieder rückgebildet haben.

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn folgende Beschwerden hinzukommen:

  • Starke Schwellung
  • Rötung breitet sich weiter aus
  • Fieber (Pyrexie)
  • Schwindel (Vertigo)
  • Unwohlsein

In diesen Fällen kann es sein, dass der geimpfte allergisch reagiert. In Einzelfällen können dann Gegenmedikamente gespritzt werden, um die Reaktion zu vermindern.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe