Grippe: Nebenwirkungen

Müdigkeit nach Grippeimpfung

© PantherMedia / Toni Anett Kuchinke

Die Grippeimpfung ist eine häufig durchgeführte Impfung in Deutschland. Sie wird für bestimmte Personengruppen besonders empfohlen. In der Regel ist eine Impfung nicht gefährlich, es können aber Nebenwirkungen nach der Impfung auftreten. Dazu gehört unter anderem auch Müdigkeit.

Was bei der Grippeimpfung passiert, wie Müdigkeit entsteht und was zu beachten ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Die Auseinandersetzung zwischen Impfstoff und Immunsystem löst nach einer Grippeimpfung häufig Beschwerden bei der geimpften Person aus.Dabei handelt es sich jedoch in den meisten Fällen nur um erkältungsähnliche Symptome wie eine leicht erhöhte Temperatur oder Müdigkeit. Auch kleine Beschwerden an der Einstichstelle sind möglich. Sehr selten kommt es zu schwerwiegenden, unerwünschten Nebenwirkungen der Impfung, möglich ist dies aber.[1]

Biologischer Zusammenhang

Bei der Grippeimpfung gibt es zwei verschiedene Methoden: Einerseits kann mit einem Lebendimpfstoff, anderseits mit einem Totimpfstoff geimpft werden. Der Lebendimpfstoff besteht aus abgeschwächten Krankheitserregern der Grippe. Diese wurden so modifiziert, dass sie keine tatsächliche Grippe mehr auslösen können. Sie besitzen auf ihrer Oberfläche aber noch bestimmte Oberflächenmoleküle, sogenannte Antigene. Anhand dieser wird das Immunsystem aktiviert. Es produziert daraufhin Abwehrzellen, unter anderem auch sogenannte Gedächtniszellen. Diese werden im Körper gespeichert und können bei einem erneuten Kontakt mit Grippe-Erregern eine schnelle und gezielte Antwort des Immunsystems veranlassen. Die Aktivierung des Immunsystems erfordert Energie, die an anderen Stellen im Körper eingespart wird. Unter anderem kann so Müdigkeit entstehen.

Bei einer Impfung mit einem Totimpfstoff werden in der Regel direkt Antikörper injiziert. Hierbei wird das Immunsystem nicht oder nur gering aktiviert. Diese Form der Impfung ruft selten Beschwerden wie Müdigkeit hervor. [2]

Tipps zur Vorbeugung

Um bei einer Grippeimpfung die Gefahr von Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten, sollte darauf geachtet werden, möglichst in einem guten Allgemeinzustand zur Impfung zu gehen. Wer sich angeschlagen fühlt, eine Erkältung hat oder sich sonst unwohl fühlt, sollte den Impftermin am besten verschieben. In der Regel ist dies problemlos möglich.

In einigen Fällen sollte auf jeden Fall auf eine Impfung verzichtet werden:

  • Bei Fieber (Pyrexie)
  • Bei Unwohlsein, Erbrechen (Emesis) und Übelkeit (Nausea)
  • Bei akuten Entzündungen oder Verletzungen

In solchen Fällen kann das Immunsystem durch die Impfung überfordert werden. Symptome wie Müdigkeit nach der Grippeimpfung können dann verstärkt auftreten und lange anhalten. [3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe