Grippe: Ursachen

Influenza C Virus

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Das Influenza C Virus gehört zur gleichen Virusfamilie wie die Influenza Typen A und B. Unterschiede lassen sich im Molekularen Aufbau finden, aber auch in der Intensität der Erkrankung. Ein Krankheitsausbruch verläuft in der Regel um einiges milder als bei den anderen Typen und Pandemien sind durch den Typ C ebenfalls nicht zu erwarten.[1]

Wie der molekulare Aufbau genau aussieht, wie sich der Virus vermehrt und welche Symptome ausgelöst werden, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Influenza C zählt, wie die beiden anderen Influenza-Typen A und B, zur Familie der Orthomyxoviren. Typ A ist der Auslöser für die meisten Grippe-Erkrankungen weltweit, Typ B ist zwar etwas milder, sorgt aber trotzdem für eine große Anzahl an Ausbrüchen. Der Influenza C Typ ist wesentlich milder im Vergleich mit den anderen Typen, sorgt weniger häufig für eine Infektion und die Symptome sind wesentlich schwächer ausgedrückt. Er infiziert ebenfalls die Atemwege und sorgt für typische Grippesymptome, wie z.B. eine laufende Nase, Heiserkeit (Dysphonie), Glieder- und Kopfschmerzen (Cephalgie) sowie Husten (Tussis).[2]

Übertragen wird das Virus meist über Tröpfcheninfektion, aber auch eine Ansteckung über Schmier- oder Kontaktinfektion ist möglich. Er ist ebenfalls wie Influenza A und B weltweit auffindbar.

Das Typ C Virus unterscheidet sich auf molekular Ebene durch eine andere Hüllenstruktur und durch einen anderen Aufbau dieser, durch nur ein Glykoprotein (mit Zucker angereichertes Protein) im Gegensatz zu den anderen Typen, die jeweils zwei haben. Innerhalb befindet sich jedoch ebenfalls ein einzelner RNS Strang. Glykoproteine unterliegen einer relativ hohen Mutationsrate, wodurch der Körper jedes Mal erneut erkrankt, falls er vom Virus befallen wird.[3]

Biologischer Zusammenhang

Die beiden Glykoproteine Hämagglutinin (HA) und Neuradiminase (NA), die im Influenza Typ A und B für die Infizierung der Zellen im Atemtrakt verantwortlich sind, liegen beim Typ C nicht vor. Dieser infiziert die Zellen durch Hemagglutinin-Esterase-Fusion (HEF). Dieses Protein ist, genauso wie die anderen beiden, für die Andockung an spezifische Rezeptoren auf der Oberfläche der Zellen verantwortlich, das anschließende Eindringen in diese sowie die nach der Zellteilung erfolgende Abknospung des Virus.[4]

Der RNS Strang beim Typ C verfügt aufgrund des unterschiedlichen Hüllenaufbaus nur über 7 Segmente, die für die Proteinproduktion verantwortlich sind, im Gegensatz zu 8 Segmenten bei den anderen Typen.

Zu beachten

Sollten sich die Symptome unverhältnismäßig stark verschlimmern, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Anfällig für den Typ C Virus sind vor allem Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe