Grippe: Ursachen

Grippesymptome nach Tetanusimpfung

© PantherMedia / Fabrice Michaudeau

Tetanus ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, ausgelöst durch das Bakterium Clostridium tetani. In Deutschland gibt es dank des Impfprogramms jährlich nur ca. 15 Fälle, weltweit starben jedoch allein im Jahr 2006 ca. 290.000 Menschen an Tetanus, wovon 250.000 Kinder und Säuglinge waren.[1]

Durch eine Impfung kann eine Erkrankung zuverlässig vermieden werden.[2]

Diese erfolgt ab dem 2. Lebensmonat mittels eines Totimpfstoffs.[3] Dabei wird eine abgeschwächte Form des Giftes des Erregers (sogenanntes Tetanospasmins) gespritzt, welches dann vom Immunsystem erkannt und gespeichert wird. Es werden Antikörper gebildet, die dann bei einer erneuten Infektion zur Verfügung stehen und den Erreger, beziehungsweise dessen Toxin, effektiv bekämpfen können.[4]

Nebenwirkungen der Tetanus-Impfung

Wie bei jeder Impfung gibt es auch bei einer Tetanusimpfung eine Vielzahl von Nebenwirkungen, die allerdings weit hinter dem potenziellen Nutzen der Impfung zurückbleiben.[3]

Neben allergischen und lokalen Reaktionen,[5] können auch typische Grippesymptome, wie sie hier thematisiert werden sollen, auftreten.

Impfgegner sprechen außerdem immer wieder von einer erhöhten Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen, wie kindlichem Diabetes mellitus als Impfkomplikationen.[6] Diese treten allerdings nur sehr selten auf und es ist nach wie vor umstritten ob sie wirklich mit Impfungen in Verbindung gebracht werden können.[7]

Unumstritten ist allerdings, dass es nach einer Impfung zur klassischen Grippesymptomatik kommen kann, die meist allerdings nicht lange anhält.

Die Erklärung dafür ist relativ einfach. Auch bei einer üblichen Grippeinfektion ist es meist nicht der Erreger selbst der zu Symptomen wie Fieber, Schwächegefühl und Gliederschmerzen führt, sondern die Reaktion des Immunsystems auf den Erreger. Fieber bewirkt eine Verbesserung der Immunantwort, die übrigen Symptome führen vor allem dazu, dass man sich bei Krankheit schont.[8]

Bei einer Impfung kann derselbe Effekt eintreten. Das Immunsystem erkennt einen potenziell gefährlichen Erreger, beziehungsweise dessen Toxin und beginnt mit einer Immunreaktion, die in diesem Fall nur bedingt berrechtigt ist, da es sich ja um einen abgeschwächten und somit ungefährlichen Erreger handelt.

Gleichzeitig garantiert eine funktionierende Immunreaktion aber auch eine effektive Antikörperbildung und somit den Impfschutz.[9]

Wie verhält man sich also, sollte es zu den genannten Symptomen kommen?

Da solche Symptome nach einer Impfung in der Regel deutlich kürzer anhalten als bei einer klassischen Grippeinfektion sind geduldiges Abwarten und körperliche Schonung zunächst Mittel der Wahl. Unterstützend bieten sich alle Heilmittel an, die man auch bei einer Erkältung verwenden würde. Sollten die Symptome länger anhalten, empfiehlt es sich auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.

Wichtig: Für einen effektiven Impfschutz muss die Tetanusimpfung auch bei Erwachsenen alle 10 Jahre aufgefrischt werden! Wann die nächste Impfung fällig ist, lässt sich leicht dem Impfpass entnehmen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe