Husten: Anwendungen

Inhalieren bei Husten (Hausmittel)

© PantherMedia / Bernd Leitner

Das Inhalieren heißen Wasserdampfes zur Linderung von Erkältungsbeschwerden wie Husten oder kratzendem Hals ist ein traditionelles Hausmittel. Es hat einen wohltuenden Effekt beim Erkrankten und wirkt bei Zusatz von ätherischen Ölen sogar auf bakterielle oder virale Erreger ein, die häufig Ursache eines Infektes der oberen Atemwege mit Husten sind. [1]

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Heißer Wasserdampf erwärmt und befeuchtet die Schleimhäute. Neben der direkten Verbesserung eines Trockenheitsgefühls kann die Temperaturerhöhung auch aktivierend auf körpereigene antimikrobielle Stoffe wirken, die gegen Erreger eines Atemweginfektes gerichtet sind und die Tätigkeit der Abwehrzellen unterstützen.

Durch den Zusatz von ätherischen Ölen kann einer Inhalation stärkere Wirkung verleihen. Besonders das in Eukalyptusöl enthaltene Eukalyptol (chemische Bezeichnung 1,8-Cineol) hat neben einem antibiotischen Effekt auch einen verstärkenden Einfluss auf das Immunsystem und verhindert eine Verengung der Bronchien. Menthol in Pfefferminzöl vermittelt über die Aktivierung von Kälterezeptoren das Gefühl einer freieren Atmung und lindert den Hustenreiz. Auch Latschenkiefernöl hat antimikrobielle Bestandteile und wird gerne bei Atemwegserkrankungen inhaliert. [4] [3] [2]

Empfehlungen zur Anwendung und Dosierung

Die optimale Anwendung der Inhalation wird erreicht durch ein 20-minütiges Einatmen bei einer Wassertemperatur von etwa 43° C. Je nach Vorliebe kommt ein Topf oder ein Inhalationsgerät zum Einsatz. Als reine Befeuchtungsmaßnahme bei trockenem Husten kann eine physiologische (0,9%ige) Kochsalzlösung verwendet werden. Bei Zusatz ätherischer Öle genügen in der Regel wenige Tropfen. Ebenso können Pflanzenteile wie z.B. Kamillenblüten und Salbeiblätter in das Inhalationswasser gegeben werden. [5]

Zu beachten

Bei der Inhalation heißen Dampfes muss natürlich auf die Gefahr einer Verbrühung geachtet werden, Säuglinge und Kleinkinder sollten daher nicht inhalieren. Werden ätherische Öle verwendet, müssen unbedingt die auf der Verpackung angegebenen Vorsichtsmaßnahmen befolgt werden, da einige dieser Öle Allergien und bei Kindern und Asthmatikern Atemnot auslösen können. [7] [6]