Husten: Häufige Fragen

Hausmittel gegen Hustenreiz (nachts)

© PantherMedia / Kirill Ryzhov

Hustenreiz, der nachts auftritt, kann dem Betroffenen schnell einen erholsamen Schlaf rauben. Reizhusten ist häufig ein Begleitsymptom eines grippalen Infekts. Der Husten kann dabei produktiv (mit Auswurf) oder unproduktiv (ohne Auswurf) sein.

Folgend sollen einige Hausmittel vorgestellt werden, die gleich wirksam sein können wie käufliche Hustenmittel – richtige Anwendung vorausgesetzt.

Hausmittel gegen Hustenreiz

Nächtlicher Hustenreiz, der durch eine Erkältung oder Grippe (Influenza) ausgelöst wird, kann für betroffene Personen sehr unangenehm sein, verschwindet aber in der Regel wieder von selbst. Die Dauer des Hustens kann je nach Schwere der Erkrankung und des betroffenen Areals variieren. Generell gilt, dass der Husten nach etwa zwei Wochen wieder ausgeheilt sein sollte. Nach einem grippalen Infekt, wenn sämtliche anderen Symptome bereits abgeklungen sind, kann Reizhusten noch für bis zu 3 Wochen bestehen bleiben. Bei einem grippalen Infekt handelt es sich in den meisten Fällen um eine virale Erkrankung. Daher zielen sowohl klassische schulmedizinische Arzneimittel als auch Hausmittel hauptsächlich auf eine symptomatische Linderung der Beschwerden ab. Bei leichten Hustenbeschwerden ist es nicht notwendig, zusätzliche klassische Arzneimittel einzunehmen. Wenn es sich allerdings um eine bakterielle Infektion handelt oder der Hustenreiz nicht durch einen grippalen Infekt ausgelöst wird, kann es sogar unbedingt notwendig sein auf klassische Arzneimittel zurückzugreifen.

Eine Linderung des nächtlichen Hustenreizes kann möglicherweise schon durch kleine Änderungen im Alltag erreicht werden. Betroffene Personen sollten ausreichend Wasser zu sich nehmen (vor allem Tee), ausreichend schlafen, Stress abbauen, direkten Kontakt mit anderen Personen meidenund kalte bzw. sehr heiße Luftzüge meiden.

Bei nächtlichem Hustenreiz können Honigmilch mit/ohne Butter, Thymiantee, Brustkompresse mit Eukalyptusöl und Zwiebelsirup die Beschwerden lindern. Diese können in Kombination mit käuflich erhältlichen Hustenmitteln oder allein zur symptomatischen Behandlung eingesetzt werden.


Honigmilch mit/ohne Butter bei nächtlichem Hustenreiz

Zutaten:

  • 1 TL Honig
  • 1 Tasse Milch
  • optional: 1 Messerspitze Butter

Die Milch wird erwärmt und anschließend der Honig eingerührt. Zusätzlich kann noch eine Messerspitze Butter in der warmen Milch aufgelöst werden. Wenn der Honig (und die Butter) sich vollständig aufgelöst haben, wird die Honigmilch direkt vor dem Schlafengehen in kleinen Schlucken ausgetrunken.
Die Honigmilch beruhigt die gereizte Rachenschleimhaut und fördert durch die Wärme den Schlaf.


Thymiantee bei nächtlichem Hustenreiz

Zutaten:

  • Thymiankraut (Thymi herba)
  • 250 ml kochendes Wasser
  • Sieb
  • Honig

2 TL Thymiankraut mit 250 ml kochendem Wasser aufgießen. Den Aufguss für 10 min zugedeckt ziehen lassen und anschließend durchsieben. Je nach Geschmack mit Honig süßen. Mehrmals täglich ¼ L Tasse Tee trinken.
Thymiantee wirkt schleimlösend und krampflösend. Er kann generell bei Infekten der oberen Atemwege und bei einer Bronchitis eingesetzt werden.


Zwiebelsirup bei nächtlichem Hustenreiz

Zutaten:

  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • Zucker
  • 1 leeres, sauberes Marmeladenglas oder ein ähnlich verschließbares Gefäß

Die Zwiebeln werden geschält und gewürfelt. Das leere Marmeladenglas wird mit den gewürfelten Zwiebeln und ca. 2 EL Zucker gefüllt, fest verschlossen und geschüttelt. Etwa 2 Stunden später beginnt sich süßer Zwiebelsirup zu bilden. Mehrmals täglich 1 – 2 EL des Zwiebelsirups einspeicheln und schlucken. Es ist darauf zu achten den Zwiebelsirup nicht in die Augen zu bekommen.
Zwiebelsirup wirkt schleimlösend. Der Schleim in Rachen, Bronchien und Nase wird durch den Zwiebelsirup gut gelöst und kann abgehustet werden. Der lästige Hustenreiz lässt nach und auch die Nase wird freier.


Brustkompresse mit Eukalyptusöl bei nächtlichem Hustenreiz

Zutaten:

  • Eukalyptusöl 2%
  • dünnes Baumwolltuch in Brustbreite, so lang, dass es einmal um den Oberkörper des Patienten wickelbar ist (z. B. aus alter Bettwäsche hergestellt) = Innentuch
  • viel Watte: auseinandergezogen auf die Größe des Baumwolltuchs
  • größeres Baumwolltuch, um die Watte einschlagen zu können = Zwischentuch
  • Wolltuch (z. B. ein breiter Schal) = Außentuch

Das dünne Baumwolltuch (Innentuch) mit dem Eukalyptusöl beträufeln. Die auseinandergezogene Watte in das andere Baumwolltuch (Zwischentuch) einschlagen und wärmen (z. B. auf der Heizung). Das ölgetränkte Tuch schnell um den Oberkörper wickeln, darüber die eingepackte Watte befestigen. Darüber wird das Wolltuch angebracht. Anschließend warm zudecken. Entweder für 30 Minuten anwenden oder über Nacht.

Es ist eine Mehrfachverwendung des ölgetränkten Tuchs möglich, wenn es in Alufolie eingepackt und im Kühlschrank aufbewahrt wird. Bei der nächsten Anwendung einfach etwas frisches Öl aufbringen. Die Wirkung kann verstärkt werden durch Erwärmen des ölgetränkten Tuchs; entweder vorsichtig (!), in Alufolie eingepackt, im Backofen oder zwischen zwei Wärmeflaschen.

Die Brustkompresse mit Eukalyptusöl fördert die Durchblutung, fühlt sich warm und behaglich durch die Wärme und den Geruch des Eukalyptusöls an und die betroffene Person kann wieder besser durchatmen.
Durch das Eukalyptusöl ist eine allergische Reaktion möglich. Bei Säuglingen besteht die Gefahr eines Krampfes der Atemmuskulatur (Bronchospasmus). Daher nicht bei Kindern unter einem Jahr anwenden.

Zu beachten

Husten ist nicht nur ein Symptom einer Erkältung sondern kann auch auf schwerwiegendere Erkrankungen hindeuten. Aus diesem Grund sollte jeder Husten der länger als 2 Wochen andauert oder ständig wiederkehrt ärztlich abgeklärt werden.

Wenn der Husten mit folgenden Begleitsymptomen auftritt ist sofort ein Arzt aufzusuchen:

  • bei hohem Fieber
  • Blauverfärbung der Lippen oder des Gesichts
  • hörbaren Atemgeräuschen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Atemnot (schnelle, angestrengte Atmung, Einziehen der Haut zwischen den Rippen)[1]