Husten: Häufige Fragen

Husten lösen (ohne Medikamente)

© PantherMedia / Markus Guhl

Husten ist ein häufiges Symptom vor allem bei Erkältungen. Nicht immer sind der Gang zum Arzt und die Einnahme von Medikamenten notwendig. [1] Im Folgenden werden Hausmittel beschrieben, die zum Hustenlösen ohne Medikamente angewendet werden können. Es wird dargestellt, wie sie wirken und was zu beachten ist.

Hausmittel: Herstellung und Anwendung

Es gibt natürliche Hustenlöser zur inneren und äußeren Anwendung. Zur inneren Anwendung empfinden Betroffenen bisweilen die Einnahme eines Sirups aus Honig und Zwiebeln als wohltuend. Dabei wird der Saft zweier Zwiebeln ausgepresst und zwei Esslöffel Honig hinzugefügt. Die Mischung sollte für zwei bis drei Stunden in einem geschlossenen Gefäß ziehen. Die zähe Flüssigkeit kann dann direkt gelöffelt oder in Tee oder Saft gelöst mehrmals täglich eingenommen werden. [2]

Äußerlich können Wickel hergestellt werden. Dies ist ein sehr altes Hausmittel, das gegen Husten angewandt wird. Es gibt alte und warme Wickel. Warme Wickel sollen dabei die Durchblutung fördern. Ihnen wird zumeist bei trockenem Reizhusten eine lindernde Wirkung zugeschrieben. Kalte Wickel sollen beruhigen und entzündungshemmend (antiinflammatorisch) wirken.

Für die Wickel können verschiedene Ausgangsstoffe verwendet werden. Kartoffelwickel sollen beispielsweise eine lange und kontinuierliche Wärmeabgabe haben. [3] Es gibt auch eine Reihe von ätherischen Ölen, die in Kombination mit einem Wickeln eine wohltuende Wirkung bei Husten haben sollen. Thymianöl wird beispielsweise eine schleimlösende Wirkung zugeschrieben. Eukalyptusöl soll das Abhusten erleichtern. Bei hartnäckigem Husten empfehlen mache die Anwendung von Wickeln mit Leinsamenöl. [4]

Insgesamt ist vor allem auch darauf zu achten, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dies verhindert die Austrocknung der Schleimhäute und verflüssigt Schleim in den Atemwegen. [5]

Zu beachten

Husten kann ein Symptom vieler Erkrankungen sein. Bei starkem Krankheitsgefühl, bestehenden chronischen Erkrankungen oder besonders lang anhaltendem Husten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. [6] Dies gilt vor allem, wenn außer Husten auch Fieber besteht, oder der Husten nach einer Woche nicht besser geworden ist. Bei der Anwendung von Hausmitteln sollte im Vordergrund stehen, ob subjektiv die Beschwerden milder werden. Zumeist fehlt nämliche eine naturwissenschaftlich messbare Wirksamkeit. Bei der Anwendung von Honig scheint die Häufigkeit nächtlicher Hustenattacken allerdings tatsächlich geringer zu sein. Kinder unter einem Jahr sollten dennoch lieber auf die Einnahme von Honig verzichten, da hier aus der Umwelt Keime in den Honig gelangt sein könnten, die für Kleinkinder gefährlich werden können.[7]