Husten: Naturheilkunde

"Monapax" Hustensaft

© PantherMedia / Ashok Tholpady

Das Wichtigste in Kürze

  • Hersteller: Cassella-med GmbH und Co. KG
  • Wirkstoffe: Hedera helix Urtinktur, Drosera Urtinktur, China D1, Coccus cacti D1, Cuprum sulfuricum D4, Hyoscyamus D4, Ipecacuanha D4
  • Darreichungsform: Saft
  • Rezeptfrei? Ja
  • Indikation: Husten jeder Ursache, Keuchhusten, Bronchialkatarrh (Entzündung der Bronchialschleimhaut)

Monapax Hustensaft ist ein apothekenpflichtiges, pflanzlich-homöopathisches Komplexmittel, das als Wirkstoffe Efeu (Hedera helix Urtinktur), Sonnentau (Drosera Urtinktur), Chinarinde (Cinchonae cortex D1), Cochenille-Laus (Coccus cacti D1), Kupfersulfat (Cuprum sulfuricum D4), Bilsenkraut (Hyoscyamus D4) und Brechwurz (Ipecacuanha D4) enthält und im Rahmen der Selbstmedikation von vielen Anwendern zursymptomatischen Behandlung von Husten und Reizhusten eingesetzt wird.

Dieser Text liefert einen Überblick über die medizinischen Fakten, die Wirkungsweise von Monapax Hustensaft, die Anwendung und Dosierung, Wechselwirkungen und unerwünschte andere Wirkungen (früher: Nebenwirkungen) sowie Gegenanzeigen und Warnhinweise.

Medizinische Fakten

Monapax Hustensaft ist zugelassen zur Behandlung von Husten jeglicher Ursache bei Kindern ab 6 Monaten. Bei belegter Wirksamkeit können auch Homöopathika, die in der Regel nur registriert werden, vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Zulassung als Arzneimittel gemäß Arzneimittelgesetz erhalten. Dann darf der Hersteller konkrete Anwendungsgebiete (Indikationen) für das Medikament angeben. [1] Monapax Saft kommt besonders häufig bei quälendem, unproduktivem Reizhusten (ohne Auswurf) zum Einsatz.

Reizhusten tritt häufig an den ersten 2 bis 3 Tagen im Rahmen einer Erkältung auf und geht anschließend meist in einen produktiven (verschleimten) Husten über. Sollte der Reizhusten jedoch über mehrere Tage und Wochen anhalten, ohne dass sich weitere Erkältungsanzeichen bemerkbar machen, muss die Ursache unbedingt ärztlich untersucht werden, um mögliche Grunderkrankungen wie Asthma bronchiale, COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung), Allergien oder Säurerückfluss (gastroösophageale Refluxerkrankung) auszuschließen. [2]

Wirkungsweise

Der exakte Wirkmechanismus von Monapax Hustensaft ist nicht abschließend geklärt. Bei der Kombination aus pflanzlichen und homöopathischen Inhaltsstoffen muss von einer gegenseitigen Verstärkung der Effekte der Einzelsubstanzen ausgegangen werden (Synergismus). Dem Saft werden hustenreizlindernde (antitussive), entzündungshemmende(antiinflammatorische) sowie entkrampfende (spasmolytische) Eigenschaften zugeschrieben. [3]

Anwendung und Dosierung

Sollte das Arzneimittel aufgrund einer ärztlichen Empfehlung angewendet werden, sind die Anweisungen des Arztes zur Dosierung unbedingt einzuhalten.

Falls nicht anders verordnet, gelten für Kinder in Abhängigkeit des Körpergewichts folgende Regeldosierungen:

  • Säuglinge (ca. 5-7 kg): 3-mal täglich 2,5 ml
  • Kinder zwischen 1 und 3 Jahren (ca. 8-13 kg): 4-mal täglich 2,5 ml
  • Kinder zwischen 3 und 7 Jahren (ca. 14-24 kg): 3-mal täglich 5 ml
  • Kinder zwischen 7 und 14 Jahren (ca. 25-54 kg): 3-mal täglich 10 ml
  • Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren: 4-mal täglich 10 ml
  • Erwachsene: 4-mal täglich 15 ml
  • Bei Keuchhusten ist die empfohlene Dosis bis zur Linderung stündlich einzunehmen, danach wie oben angegeben.

Da die Inhaltsstoffe von Monapax über die Mundschleimhaut besonders gut aufgenommen werden, sollte der Saft nicht sofort geschluckt, sondern einige Zeit im Mund behalten werden. Monapax Hustensaft sollte vor jedem Gebrauchgut geschüttelt werden. Die Einnahme erfolgt in regelmäßigen Abständenüber den Tag verteilt.

Diese Angaben können keinesfalls die Dosierungsanweisungen eines Arztes ersetzen. [4]

Wechselwirkungen und unerwünschte andere Wirkungen

Bislang sind keine Wechselwirkungen von Monapax Hustensaft mit anderen Arzneimitteln dokumentiert. Zu den unerwünschten anderen Wirkungen zählen Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz und Nesselsucht (Urtikaria). Eine Angabe der Häufigkeit ist aufgrund der aktuellen Datenlage nicht möglich. Achtung: Eine bestehende Schilddrüsenüberfunktion kann durch die Einnahme von Monapax Hustensaft verstärkt werden. [2]

Gegenanzeigen und Warnhinweise

Monapax darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe. Bei länger anhaltenden Beschwerden, Atemnot, Fieber über 39°C sowie bei eitrigem oder blutigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte aufgrund mangelnder Erfahrungswerte nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen. [2]

Alternativen

Alternative Hustensäfte auf rein pflanzlicher Basis gibt es auch von Prospan® sowie von der Firma Abtei®.