Husten: Naturheilkunde

Thymian gegen Husten

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Thymian (Thymus vulgaris) ist neben einer Gewürzpflanze auch eine Heilpflanze, die vor allem bei Husten (Tussis) und im Bereich der Desinfektion eingesetzt wird. Generell gibt es im medizinischen Bereich kaum eine Erkrankung, bei der Thymian nicht eine heilsame Wirkung nachgesagt wird. Besonders wirksam ist das Gewächs wohl bei Erkrankungen der Atmungsorgane. [1]

Wie sich Thymian auf die Atemwege und den Husten auswirkt, wie es angewendet wird und was dabei beachtet werden sollte, wird im nachfolgenden Text näher beleuchtet.

Wirkungsweise (biologischer Prozess)

Das Kraut enthält circa 1–3 Prozent ätherische Öle, die sich hauptsächlich aus Thymol und Carvacrol zusammensetzen. Außerdem sind im Thymian Gerbstoffe wie Rosmarinsäure und Triterpene enthalten. Für die Heilkraft der Pflanze sind im Wesentlichen das Thymol und Carvacrol verantwortlich. Beide wirken antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend und schmerzlindernd. Gerade beim Husten, der mit viel Sekret einhergeht oder als trockener Reizhusten auftreten kann, wirkt dieses Gewächs besonders gut. Es unterstützt dieSchleimlösung und befreit die Bronchien, wodurch das Atmen erleichtert wird.

Empfehlungen zu Anwendung und Dosierung

Als Hausmittel gegen Husten wird Thymian in der Regel als Tee zubereitet. Als ausreichend gelten zwei Teelöffel Thymian, die mit heißem Wasser übergossen werden. Außerdem kann das Kraut als Bestandteil von Hustensaft oder -tropfen und als Zusatz in einem Vollbad genutzt werden. Trockenextrakte der Pflanze werden in Form von Dragees oder Kapseln eingenommen.

Zu beachten

Tritt der Husten in Kombination mit einem grippalen Infekt auf, ist der Gebrauch von Thymian nicht eingeschränkt. Als Nebenwirkungen können in seltenen Fällen Luftnot (Apnoe), allergische Hautreaktionen oder Schwellungen auftreten. [2][3]

Soll der Husten mit der Pflanze gelindert werden, liegen aber gleichzeitigNebenerkrankungen wie hohes Fieber (Pyrexie) oder Bluthochdruck (Hypertonie) vor, ist die Verwendung von Thymian kontraindiziert, da schwerwiegende Folgeschäden entstehen können. [1]

Neben der Linderung von Erkrankungen der Atemwege, wie Husten oder Bronchitis, wird Thymian außerdem bei Bauchschmerzen (Abdominalschmerz), Verdauungsbeschwerden (Obstipation) oder bei Entzündungen im Rachen- und Kehlkopfraum (Pharyngitis und Laryngitis) eingesetzt. Zudem unterstützt es die Therapie bei rheumatischen Krankheiten. [1]

Alternative Kräuter können Efeu, Spitzwegerich oder Salbei sein, die eine ähnliche Wirkung bei grippalen Infekten oder Husten aufweisen. Bessert sich der Husten nach drei Tagen der Anwendung nicht, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.