Husten: Naturheilkunde

Salbei gegen Husten

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Schon seit mehreren Jahrhunderten wird Salbei als Heilpflanze gegen fast jede Erkrankung eingesetzt. Der Name geht auf die altrömische Bezeichnung „Salvia salvatrix“ zurück, was übersetzt rettende oder heilende Pflanze bedeutet. Die Herkunft ist in der Regel Südeuropa, wo es wild wächst (Salvia officinalis). Ein Anwendungsgebiet findet der Salbei bei Erkältung (grippaler Infekt) und bei Husten (Tussis). [1]

Wirkungsweise (biologischer Prozess)

Salbei wirkt stark antibakteriell und pilztötend (fungizid). Zudem wird der Heilpflanze eine schweißhemmende Wirkung zugeschrieben. [2]

Bei Husten wird zwischen produktivem Husten, also Husten mit Sekretauswurf, und trockenem Reizhusten unterschieden. Bei trockenem Husten wird Salbei angewendet, da er die Schleimhäute (Mucosa) der Atemwege anfeuchtet und den Hustenreiz mildert. Die im Salbei enthaltenen antimikrobiellen ätherischen Öle (Thujon) überziehen die Schleimhaut mit einer feuchten Schicht, die über einen kurzen bis längeren Zeitraum die Symptomatik lindert. [2]

Empfehlungen zur Anwendung und Dosierung

Um den Husten zu lindern, hilft es, den Salbei in Form von Lutschbonbons oder als Tee zu konsumieren. Salbeilutschbonbons aus Honig oder Bienenwachs sind frei verkäuflich und somit leicht zu erwerben. Sie enthalten die ätherischen Öle des Salbeis in einer geringen Konzentration, da sie sonst verschreibungspflichtig wären. Trotzdem reicht diese geringe Kontentration aus, um den Hustenreiz zu lindern, da die zusammenziehende (adstringierende) Wirkung dennoch ausreicht. [3]

Die Verabreichung als Tee wirkt ähnlich wie die Salbeibonbons. Der Tee kann zusätzlich mit Zitronensaft kombiniert werden, um den Effekt zu verstärken. [2]

Zu beachten

Vor der Anwendung muss in jedem Fall sichergestellt werden, dass der Betroffene keine Allergie gegen Salbei bzw. bestimmte Inhaltsstoffe aufweist. Kinder können bedenkenfrei Salbei konsumieren; für den Geschmack kann etwas Honig dazugegeben werden.

Alternative Kräuter zum Salbei können Fenchel, Eibisch und Anis sein, die ebenfalls als Tee getrunken werden können. Außerdem helfen Inhalationen, die Hustensymptome zu lindern, weil dadurch die Bronchien angefeuchtet und der Hustenreiz gemildert wird. Eine weitere Alternative zur Salbeieinnahme sind verschiedene Wickel um den Hals oder die Brust. So helfen warm-feuchte Wickel mit verschiedenen Zusätzen, wie Quark oder Zitrone, die Atemwege zu entspannen und den Husten zu lindern. [4]

Sollten die Beschwerden drei Tage nach der Anwendung keine Besserung zeigen, ist ein Arztbesuch zu empfehlen.