Husten: Naturheilkunde

Thymian Hustensaft (Rezept)

© PantherMedia / Liane Matrisch

Mit Hustensaft kann Husten in der Regel gut gelindert werden. Einige Arten von Hustensaft können sogar selber hergestellt werden. Dazu zählt zum Beispiel auch Hustensaft aus Thymian. Wie Hustensaft wirkt und wie er selber aus Thymian hergestellt werden kann, wird im Folgenden genau beschrieben.

Fakten zum Thema

Hustensaft lindert Husten und Halsschmerzen, kann Schleim lösen und Hustenreiz unterdrücken. Husten und Hustenreiz werden durch die Aktivierung bestimmter Sensoren in der Halsschleimhaut ausgelöst. Dies geschieht in den meisten Fällen durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien. Aber auch externe Reizstoffe wie Staub, Chemikalien, Tierhaare, Pollen oder Gase können Husten auslösen. 

Hustensaft wirkt, indem er sich wie eine Art Schutzfilm auf die Schleimhäute legt. Er macht die Rezeptoren und Sensoren der Schleimhäute dann unempfindlicher und Husten wird weniger schnell ausgelöst. [1] Die Wirkung von Hustensaft mit Thymian beruht auf dessen antientzündlichen und antibakteriellen Eigenschaften, durch die die Bronchien entkrampfen und so der Abtransport der Krankheitserreger gefördert wird. [2]

Rezept

Hustensaft aus Thymian wirkt gegen Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege, bei Beschwerden der Bronchitis und bei einem unspezifischen Hustenreiz. Er kann ganz einfach selber hergestellt werden. Dazu wird ein Esslöffel getrockneter Thymianblätter mit 200 Gramm flüssigem Honig übergossen. Das Ganze wird gut umgerührt und über Nacht stehen gelassen.

Alternativ kann auch ein Esslöffel getrockneter Thymian zusammen mit 100 Gramm Zucker und 250 Milliliter Wasser aufgekocht werden. Das Ganze wird etwa zehn Minuten lang bei kleiner Flamme gekocht. Der Sirup wird in ein verschließbares Glas gegeben. Er ist dann etwa eine Woche lang haltbar.

Von diesem Sirup kann über den Tag verteilt fünf- bis zehnmal etwa ein Esslöffel voll eingenommen werden. [3]

Wann zum Arzt?

In einigen Fällen reicht es nicht mehr aus, einen Husten selbst zu behandeln. Es sollte daher spätestens dann ein Arzt aufgesucht werden, wenn:

  • Beschwerden länger als eine Woche anhalten
  • bei Atemnot (Dyspnoe)
  • bei Fieber (Pyrexie)
  • bei eitrigem oder blutigem Auswurf [4]