Husten: Wiki

Husten (Verlauf)

© PantherMedia / Mykhaylo Palinchak

Husten (Tussis) ist ein Symptom, das im Rahmen verschiedener Erkrankungen auftreten kann. Es bezeichnet einen Schutzreflex des Körpers, mit dem Fremdstoffe im Atemtrakt nach außen befördert werden sollen. [1]

Wann Husten auftritt, wie der Verlauf und die Dauer bei verschiedenen Erkrankungen aussehen kann und welche Risiken nicht zu unterschätzen sind, wird im Folgenden beschrieben.

Medizinische Fakten

Husten kann als Symptom verschiedener Erkrankungen auftreten. Zu den bekanntesten Krankheiten, die mit Husten einhergehen, gehören:

  • Erkältung
  • Grippe
  • Bronchitis
  • Keuchhusten
  • Asthma

Je nach Grunderkrankung kann Husten einen unterschiedlichen Verlauf nehmen.

Im Rahmen oben genannter Erkrankungen wird die Schleimhaut des Hals- und Rachenbereichs extrem gereizt. Fremdstoffe wie Krankheitserreger, Staub oder Chemikalien können lokal begrenzte Entzündungsprozesse auslösen. Um die Krankheitserreger oder Fremdstoffe aus dem Körper zu beseitigen, wird ein Hustenreflex ausgelöst. Spezielle Rezeptoren der Schleimhäute werden dabei aktiviert und senden ein Signal an das Gehirn weiter. Dort wird die Information verarbeitet und eine Muskelreaktion in Gang gesetzt. Nach tiefer Inspiration, spannt sich die Muskulatur im Kehlkopf an und verschließt diesen. Es kommt dann zum Zusammenziehen der Atemmuskulatur wodurch im Bauchraum ein hoher Druck aufgebaut wird. Wird der Kehlkopf dann wieder geöffnet, kann die zu Beginn eingeatmete Luft abrupt ausgestoßen und mit ihr Fremdstoffe, die den Hustenreiz ausgelöst haben. [2]

Verlauf und Dauer

Husten bei einer Erkältung oder einer Grippe beginnt meist als trockener Reizhusten. Nach mehreren Stunden bis Tagen sondert die Bronchialschleimhaut vermehrt Sekret ab, der Husten wird nun von klarem Auswurf begleitet. Häufiges und heftiges Husten kann zu Schmerzen im Brustkorb führen. Nach Abklingen der restlichen Erkältungs- oder Grippesymptome kann der Husten für weitere sieben bis 10 Tage bestehen bleiben. Er tritt dann als zunehmend trockener Husten in Erscheinung, bessert sich aber kontinuierlich. Durchschnittlich dauert ein erkältungsbedingter Husten etwa 17,8 Tage an.

Husten bei Asthma wird durch äußerliche Faktoren wie Staub oder Chemikalien verursacht. Ein solcher Husten kann jederzeit und überall auftreten. Je nach Stärke der Grunderkrankung dauern Hustenanfälle unterschiedlich lange an und fallen unterschiedlich stark aus. In der Regel verschwindet Husten bei Asthma aber, nachdem Medikamente eingenommen wurden. In leichten Fällen muss lediglich der reizende Faktor entfernt werden. [3]

Husten-Arten

Grundsätzlich wird zwischen trockenem Husten (Reizhusten), produktivem Husten und Bluthusten sowie zwischen akutem und chronischem Husten unterschieden. Bei akuten Infektionskrankheiten tritt meist zu Beginn trockener Husten auf, der im Verlauf der Erkrankung produktiv wird. Im Zuge einer Lungenentzündung oder einer Bronchitis ist der Husten hingegen von Beginn an produktiv und sitzt tiefer. Bei einer schweren Bronchitis, Tuberkulose, einer Herzinsuffizienz oder einer Lungenembolie ist der Auswurf bei Husten oft bräunlich verfärbt. Es kann ein sogenannter Bluthusten bestehen.

Tritt Husten zusammen mit einer Infektionskrankheit auf, so dauert er meist nicht länger als eine bis zwei Wochen (akuter Husten). Besteht Husten über einen Zeitraum von mehr als drei bis vier Wochen, wird er als chronischer Hustenbezeichnet. Dieser tritt zum Beispiel im Rahmen von Asthma, Allergien, Lungenentzündungen, Bronchitis, Tuberkulose oder Lungenkrebs auf. [4]