Husten Reizhusten: FAQ

Chronischer Reizhusten – was tun?

© PantherMedia / Piotr Marcinski

Husten (Tussis) ist ein Symptom vieler Erkrankungen. Man kann 2 grundlegende Formen des Hustens unterscheiden: produktiven (mit Auswurf) und unproduktiven Husten bzw. Reizhusten (ohne Auswurf). Bis zu einer Dauer von 8 Wochen wird noch von akutem Husten gesprochen, wird dieser Zeitraum überschritten, wird Husten als chronisch bezeichnet. Chronischer Reizhusten stellt oftmals eine große Belastung für die Betroffenen dar. Was tun gegen chronischen Husten? Diese Frage soll im Folgenden beantwortet werden.

Behandlung bei chronischem Husten

Husten taucht meist im Rahmen von Infekten auf und verschwindet mit diesen wieder. In seltenen Fällen kann dieser chronisch werden und den Betroffenen länger als 8 Wochen quälen. Was gegen chronischen Reizhusten tun, um ihn zu lindern?

Allgemeine Maßnahmen

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um den festsitzenden Schleim zu lösen und die gereizten Schleimhäute zu befeuchten und damit zu pflegen. Am besten sind warme Getränke wie z.B. Tee. Einefeuchte Luft in der Umgebung ist ebenfalls wohltuend für die Schleimhäute der Atemwege. Dazu reicht es, eine Schüssel mit heißem Wasser und nach Bedarf mit ein paar Tropfen ätherischer Öle in den Aufenthaltsraum zu stellen. Gerade nachts ist dies ein gutes Mittel gegen den schlafraubenden Reizhusten. [1]

Hausmittel/ Anwendung

Bevor zu medikamentösen Mitteln gegriffen wird, können Hausmittel zur Linderung des Hustens ausprobiert werden.

  • Quarkwickel weisen eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute der Atemwege sowie Bronchien auf, weshalb sie vor allem bei ausgeprägtem Husten hilfreich sind. Für einen Quarkwickel ein Geschirrtuch in der Mitte mit Magerquark bestreichen und die frei bleibenden Enden darüber schlagen. Nun das Tuch leicht erwärmen (Zimmertemperatur) und auf die nackte Brust legen. Das Ganze mit einem Schal oder weiteren Tuch bedeckten. Die Dauer des Wickels kann individuell bestimmt werden, empfehlenswert ist aber die Anwendung über Nacht. [2]
  • Erkältungstees z.B. aus Süßholzwuzel, Efeu, Fenchel, Thymian oder Spitzwegerich weisen eine krampf- sowie schleimlösende und antibakterielle Wirkung auf. [3] Diese können käuflich erworben oder leicht zu Hause selbst gemacht werden. Für Thymiantee 1-2 Teelöffel Thymiankraut in 0,25 Liter Wasser etwa 10 Minuten kochen und anschließend durch ein Sieb geben.

Medikamente/ Anwendung

Eine medikamentöse Behandlung von chronischem Reizhusten ist oftmalsschwierig, da zunächst durch einen Arzt die genaue Ursache für die Beschwerden ermittelt werden muss. Für chronischen Reizhusten ist diePalette an möglichen Ursachen sehr groß, was eine gezielte Behandlung erst nach Feststellung des Auslösers möglich macht. Eine Möglichkeit ist zunächst der Einsatz von Hustenlösern. Ein Beispiel für ein hustenlösendes Mittel wäre z.B. Ambroxol. Dieses ist in der Regel gut verträglich, kann aber als Nebenwirkungen allergische Reaktionen und Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Bei bekannten Unverträglichkeiten oder vorausgegangenen Leber- und Nieren-Erkrankungen sollte die Einnahme unterlassen werden. Auch eine Kombination mit Hustenstillern wie Codein sollte vermieden werden. Es ist in verschiedenen in der Apotheke erhältlichen Präparaten erhältlich (z.B. AmbroHEXAL, Ambrobeta und Ambroxol AL). [4] Sollte sich allerdings nach einigen Tagen immer noch keine Besserung der Beschwerden einstellen, ist Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

Zu beachten

Für chronischen Reizhusten gibt es eine Reihe von Risikogruppen wie z.B. Allergiker, Raucher oder Personen, die regelmäßig schädlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind. Die Reihe von Ursachen für den Husten ist noch länger. Daher ist es ratsam mit Husten, der länger als 8 Wochen andauert und sich nicht löst, einen Arzt aufzusuchen und die genaue Ursache zu ermitteln, um eine entsprechende Behandlung einzuleiten.