Husten Reizhusten: FAQ

Was tun, wenn bei Reizhusten nichts hilft? Alternativen & Tipp

© PantherMedia / Samo Trebizan

Reizhusten ist eine Form des Hustens, die ohne Auswurf auftritt und sehr lästig sein kann. Reizhusten geht oft mit einem ständigen Kratzen im Hals einher und kann sich zu schweren Hustenanfällen steigern.

Wie Reizhusten verursacht werden kann, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte, wenn nichts hilft, soll im Folgenden erklärt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Reizhusten kann durch verschiedene Faktoren bedingt sein. Dazu zählen Infektionskrankheiten wie eine Erkältung oder Grippe. Außerdem kann er durch externe Reize wie Staub, Chemikalien oder Gase sowie durch Zigarettenrauch verursacht werden. Des Weiteren kann Reizhusten auf folgende Erkrankungen zurückzuführen sein:

  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Entzündung der Luftröhre (Tracheitis)
  • Entzündung der Bronchialschleimhaut (Bronchitis)
  • Tumorerkrankungen[1]

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt eine Reihe von Naturheilmittel gegen Husten. Diese basieren auf natürlichen Zusätzen und sollen helfen, den Hustenreiz zu beruhigen. Naturheilmittel sind vor allem dann zur Behandlung geeignet, wenn die Ursache des Hustens nicht ganz klar ist.

In erster Linie werden bei Reizhusten häufig Kräutertees empfohlen. Diese können zum Beispiel aus Anisfrüchten (20 g), Eibischwurzel (25 g), Isländisch Moos (10 g) gemischt werden. Davon sollte der Betroffene einen EL mit 150 ml siedendem Wasser übergießen, 8-10 Minuten ziehen lassen, Kräuter absieben, und den Tee dann in kleinen Schlucken trinken.[2] Kräutertees haben einen beruhigenden Effekt auf die Schleimhäute. Außerdem regen sie die Durchblutung an und können so, wenn der Husten durch einen Infekt verursacht wird, die Abwehr der Krankheitserreger beschleunigen.

Einen ähnlichen Effekt hat Spitzwegerichsirup. Dazu müssen 3-4 EL Spitzwegerichblätter mit 1 l Wasser aufgekocht und ziehen gelassen werden. Die Blätter werden abgesiebt und der Sud daraufhin mit 400 Gramm Kandiszucker aufgekocht, bis die Konsistenz dickflüssig wird. 3-4-mal täglich sollte davon ein Esslöffel eingenommen werden.

Gegen einen konstanten Hustenreiz helfen auch Isländisch-Moos-Lutschpastillen oder Honigbonbons, die in jeder Apotheke erhältlich sind.

Als homöopathischer Ansatz werden Globuli als hilfreich angesehen. Sponga tosta D6 hilft vor allem bei trockenem, hohl klingendem, sägendem oder bellendem Husten. Bryonia D6 wirkt gegen trockenen, schmerzhaften Husten, der sich bei Betreten eines warmen Raumes verschlimmert und durch tiefes Atmen ausgelöst werden kann.[3]

Empfehlung

Husten, der länger als drei Wochen lang anhält, sollte nicht mehr selbst, sondern ärztlich behandelt werden. Die Gefahr, dass hinter einem Husten eine chronische Erkrankung oder eine schwerwiegende Entzündung der unteren Atemwege steckt, besteht generell bei jedem Menschen. So besteht auch bei jeder Erkältung die Gefahr, dass sich Krankheitserreger weiter im Körper ausbreiten und weitere Organsysteme befallen. In einem solchen Fall ist die Prognose umso besser, je früher die Erkrankung festgestellt wird.

Kinder und ältere Menschen mit Reizhusten sollten schon nach zwei Wochen anhaltendem Husten einen Arzt besuchen. Bei Kindern und älteren Menschen steckt hinter einem Reizhusten häufig eine Lungenentzündung (Pneunomie). Diese kann, wenn sie nicht behandelt wird, zu schweren Komplikationen führen.