Schnupfen: Häufige Fragen

Grüner Schnupfen

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Schnupfen (Rhinitis) ist ein typisches Symptom einer Erkältung („grippaler Infekt“) und wird häufig durch Viren (Rhinoviren) verursacht. Eine laufende Nase findet sich neben einer Infektion der oberen Atemwege auch bei einer Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen), bei Allergien oder in selteneren Fällen bei Verletzungen des Gehirns.[1]

Im Unterschied zur echten Grippe (Influenza), die durch Influenzaviren verursacht wird, zeigen Patienten mit einem grippalen Infekt normale bis leicht erhöhte Temperatur und einen milde Krankheitsverlauf. Eine Influenza dagegen beginnt gewöhnlich sehr plötzlich und geht mit Fieber über 38,5 °C, Muskel- und Gliederschmerzen einher.[4]

Die Krankheitserreger werden direkt oder über Tröpfchen (Niesen, Husten) übertragen, sodass der beste Schutz vor einer Ansteckung darin besteht, Ansteckungsquellen wie z. B. größere Menschenmengen zu meiden und häufig die Hände zu waschen/desinfizieren.[1][6]

Klassifikation des Schnupfens

Bei einer Erkältung kommt es zur Entzündung der Schleimhäute von Nasen- und Rachenraum. Durch die Reizung der Schleimhäute werden vom Körper Botenstoffe freigesetzt, die u. a. die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut erweitern. Dadurch schwillt auch die Schleimhaut an und die Nase wird verstopft. Als Folge wird die Ventilation (Belüftung) vermindert und das gebildete Sekret kann nur schwer abfließen. Gleichzeitig sorgen die Botenstoffe für eine vermehrte Sekretproduktion. Mit dem Sekret werden die Krankheitserreger aus dem Körper entfernt, sie stellt somit eine Abwehrfunktion des Körpers dar.[7] Durch das Einwandern von Entzündungszellen und die Schädigung der Schleimhäute verändern sich im Krankheitsverlauf die Farbe und die Konsistenz des Sekrets.

Der viral bedingte akute Schnupfen beginnt gewöhnlich mit zunächst klarem, dünnflüssigem Sekret. Danach folgt im Krankheitsverlauf häufig ein Wechsel zu zähem gelbem Sekret. Dies kann ein Anzeichen für eine zusätzliche bakterielle Infektion sein, muss aber nicht.

Ist das Schnupfensekret schon von Beginn an zäh und gelb-grünlich, spricht dies für eine große Menge an Erregern (stärkere Erregerlast) und einen heftigeren (fulminanteren) Verlauf.

Allerdings ist die alleinige Beurteilung der Sekretfarbe für die Einleitung einer darauf abgestimmten Therapie zu unsicher.[1]

Allgemeines Verhalten und Hausmittel bei Schnupfen

Bei einer Erkrankung ist der Körper im Ungleichgewicht. Seine Erholung (Regeneration) kann durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ruhe unterstützt werden. Des Weiteren sollte man sich bewusst und leicht ernähren, sodass der Organismus nicht unnötig Energiereserven für die Verdauung aufbringen muss.[5]

Spaziergänge und Aufenthalte an der frischen Luft bringen häufig Verbesserung der Symptome, jedoch ist es wichtig, den geschwächten Körper nicht z. B. durch anstrengende körperliche Arbeit oder Sport zu überlasten.

Als hilfreiche Hausmittel, die bei einfachen Krankheitsverläufen häufig Besserung verschaffen, gelten Dampfbäder/Inhalationen. Dazu wird ein Esslöffel Kochsalz in kochendem Wasser aufgelöst und der entstehende Dampf – mit einem Handtuch über dem Kopf – inhaliert, um das Sekret zu lösen. Alternativ können dem Dampfbad getrocknete Kräuter oder ätherische Öle (z. B. Thymian, Holunder, Eukalyptus, Pfefferminze) hinzugefügt werden, die entzündungshemmend wirken können.[8][9]

Vorbeugend gegen Schnupfen helfen Nasenspülungen mit Kochsalz (fertig angesetzt aus der Apotheke oder selbst hergestellt).[6]

Als homöopathisches Mittel kann Kalium jodatum D6 unterstützend wirken.[2]

Handelt es sich bei dem Schnupfen um ein allergisch bedingtes Symptom, sollte die Allergiequelle (z. B. Pollen, Gräser, Milben …) gemieden werden, um eine Besserung zu erzielen.

Vor allem älteren Menschen ist eine Grippeschutzimpfung zu empfehlen.[3]

Zusammenfassung

Schnupfen im Rahmen einer Erkältung kann oft durch Abwarten und symptommindernde Mittel bekämpft werden. Im Volksmund heißt es, dass ein unbehandelter Schnupfen eine Woche dauere, ein behandelter jedoch sieben Tage. Das heißt, dass Schnupfen in den meisten Fällen durch Abwarten therapiert werden kann. Freiverkäufliche Medikamente (Nasensprays etc.) und Hausmittel wie Dampfbäder und Kräutertees können die Symptome jedoch lindern. Bei der Anwendung von Medikamenten (auch Nasensprays und andere freiverkäufliche Pharmaka) sollte bzw. muss für die korrekte und nebenwirkungsarme Anwendung Rücksprache mit dem Apotheker bzw. dem Arzt gehalten werden.

Eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika ist nur in Einzelfällen wie z. B. einer zusätzlichen Mittelohrentzündung und/oder Nasennebenhöhlenentzündung nötig. Jedoch sollte bei Beschwerden, langanhaltendem Verlauf und fehlender Besserung immer ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen