Schnupfen: Häufige Fragen

Schnupfen u. Kopfschmerzen

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Eine laufende Nase ereilt die meisten Menschen mehrmals pro Jahr und ist durchaus störend und unangenehm. Die Erreger des Schnupfens gehören den Viren an, meist handelt es sich um Rhino-, Adeno- oder Coronaviren. Die Übertragung findet über feine Tröpfchen statt, die beim Niesen oder auch Husten in der Umgebung verteilt werden. Begünstigend auf eine Infektion wirkt eine Auskühlung der Atemwegsschleimhäute, was vor allem in den Wintermonaten der Fall ist. Werden die Erreger zusätzlich in die Nebenhöhlen der Nase verschleppt, so können unangenehme Kopfschmerzen dazukommen. Der folgende Artikel zeigt einige Hausmittel auf, die bei Kopfschmerzen durch Schnupfen helfen können. Vorweg muss allerdings gesagt werden, dass die meisten Hausmittel, wissenschaftlich nicht bestätigt sind, sondern die Anwendung lediglich auf Erfahrungswerten basiert.

Hausmittel gegen Schnupfen und Kopfschmerzen

Trotz intensiver Forschung gibt es bis heute keine Behandlung gegen den Erreger des Schnupfens. Daher können sowohl herkömmliche Medikamente als auch Hausmittel nur eine gewisse Linderung der mit dem Schnupfen einhergehenden Symptome bieten. Ausheilen muss die Erkrankung von selber, was meist eine Woche dauert.

Warum kommt es nun zu Kopfschmerzen beim Schnupfen? Eine Möglichkeit ist, dass der Erreger sich in die Nasennebenhöhlen ausbreitet.
Es gibt mehrere Nebenhöhlen:

  • Kiefernebenhöhle: Befindet sich oberhalb der oberen Zähne und ist am häufigsten von einer Entzündung der Nebenhöhlen betroffen. Auch bei Erkrankungen der Zähne kann sich der Entzündungsprozess in diese Höhle ausbreiten.
  • Stirnnebenhöhle: Diese befindet sich hinter der Stirn
  • Siebbeinhöhlen: Das Siebbein bildet einen Teil der Nase und enthält ein System an Hohlräumen, in welches sich auch gerne Infektionen ausbreiten können
  • Keilbeinhöhle: Diese Höhle befindet sich weit hinten in der Nase und ist selten von Entzündungen betroffen

Der Erreger reizt die Schleimhäute in den Nebenhöhlen und es kommt zu einer Entzündung. Entzündungsreaktionen gehen immer mit Schwellung einher. Kommt es nun zu einer Schwellung in den Nasenebenhöhlen, kann die Luft nicht mehr ungehindert durch diese zirkulieren und es kommt zu Druckveränderungen in den Höhlen. Diese Druckveränderung wird als schmerzhaft empfunden. Der Schmerz strahlt meist auf die Haut oberhalb der Höhle aus und wird als dumpf, stechend, drückend gefühlt. Gesteigert werden kann er meist durch Neigen des Kopfes nach vorne oder manchmal auf durch Bücken.
Auch die Sinusitis wird meist von Viren verursacht, Bakterien sind nur zu 30 % für eine akute Entzündung der Nebenhöhlen verantwortlich. Meist liegt in diesem Fall eine Superinfektion vor, dass bedeutet, dass Bakterien in die durch Viren angegriffene Schleimhaut eindringen und die Abwehrschwäche für ihre Zwecke nutzen. Ein frühes Zeichen einer bakteriellen Superinfektion ist eine gelbliche oder grünliche Verfärbung des Nasenausflusses. EineSuperinfektion der Nase und oder ihrer Nebenhöhlen verlängert meist die Erkrankungsdauer auf > 7 Tage.

Eine wichtige Maßnahme, um eine schmerzhafte Beteiligung der Nebenhöhlen zu vermeiden, ist, sich nicht zu heftig zu schnäuzen. Denn dadurch werden die Erreger aus der Nasenhöhle in die Nebenhöhlen verteilt und diese können sich dann entzünden.

Wenn es zu einer bakteriellen Superinfektion kommt oder die Symptome länger als eine Woche bestehen, kommt es zu Fieber oder werden die Symptome schlimmer, empfiehlt sich der Besuch eines Arztes, um eine genaue Abklärung durchführen zu lassen.

Wichtige allgemeine Maßnahmen, um den Genesungsprozess zu unterstützen sind:

  • Ausreichend trinken, denn das fördert die Lösung des schleimigen Sekrets und hilft die Nase frei zu bekommen.
  • Hygienemaßnahmen ergreifen: Hand vorhalten beim Niesen und Husten, Händewaschen und das Entsorgen von Taschentüchern sind wichtige Maßnahmen, um eine Ansteckung der Mitmenschen zu verhindern.
  • Körperliche Schonung: Unterstützt den Heilungsprozess und fördert die Genesung. Negativer Stress hat eine nachgewiesene, negative Wirkung auf das Immunsystem und kann daher die Heilung verzögern.


Warmes Rotlicht gegen Kopfschmerz und Schnupfen

Die Anwendung von Rotlicht wird oftmals als Hausmittel bei Beteiligung der Nebenhöhlen empfohlen. Die Wirkungsweise des Hausmittels dürfe in der Abstrahlung von Wärme liegen. Es wird angenommen, dass die Wärme die Durchblutung der Nebenhöhlen fördert und damit gegen die Entzündung wirkt und zu einer Besserung der Symptomatik führt. Da es sich um intensives Licht handelt, sollte eine Brille getragen werden um die Augen zu schonen. Auch empfiehlt es sich einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu halten, um sich nicht zu verbrennen.
Die Anwendung kann 2 – 3 x täglich für 10 – 15 Minuten durchgeführt werden. Das Rotlicht ist auf die Nebenhöhlen auszurichten, welche besonders schmerzen. Wenn es zu Hautreaktionen oder Beklemmungsgefühl kommt, sollte Rotlicht nicht eingesetzt werden.


Warme Tücher gegen Kopfschmerz und Husten

Eine Alternative, gerade bei Beklemmungsgefühlen oder Abneigung gegen das rote Licht, stellt das Auflegen von warmen Tüchern auf die gereizten Nebenhöhlen dar. Die Tücher geben ihre Wärme an das Gewebe ab und fördern damit die Durchblutung und die Eindämmung der Entzündung. Auch hier können diese 2 – 3 x täglich für 10 – 15 Minuten aufgelegt werden. Wichtig ist, dass die Tücher nicht in zu heißem Wasser getränkt werden dürfen, da sonst eine Verbrühungsgefahr droht. Auch sollte die Augenpartie von den Tüchern ausgespart bleiben.


Ätherische Öle zum Einmassieren oder Inhalieren

Es gibt verschiedene verfügbare ätherische Öle, am häufigsten werden Pfefferminz, Eukalyptus, Zitrone verwendet. Die Öle sind in vielen Apotheken erhältlich. Die Öle können entweder auf die Haut über den Nebenhöhlen lokal aufgebracht werden oder inhalativ eingenommen werden. Bei der lokalen Anwendung scheinen diese die Durchblutung in dem Gebiet zu steigern und die Entzündungsreaktion eindämmen. Dadurch sollen die Nebenhöhlen wieder durchgängiger werden und die Druckunterschiede sollen sich sanft abbauen. Bei lokaler Anwendung ist zu beachten, dass es zu allergischen Reaktionen der Haut kommen kann. In einem solchen Fall sollte die Einnahme gestoppt werden. Die inhalative Anwendung soll das Öl in die Nasenhöhlen gelangen lassen und dort die durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung entfalten. Da nicht jedes Öl zur inhalativen Anwendung geeignet ist, sollte unbedingt der Arzt oder Apotheker befragt werden, welches Öl geeignet sei. Zudem ist bei der Inhalation zu beachten, dass der Wasserdampf nicht zu heiß sein darf, um Verbrennung der Atemwege zu vermeiden. Bei Erkrankungen der Atemwege, welche mit einer erhöhten Reizbarkeit der Atemwege einhergehen (z.B. Asthma bronchiale), sollte eine Inhalation vermieden werden. So auch bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe. Hier steht vor allem Geraniol im Verdacht, allergische Reaktionen auf Duftstoffe auszulösen. Der Aromastoff Geraniol findet sich in vielen ätherischen Ölen. Zudem enthalten die ätherischen Öle viele andere potentiell allergene Stoffe wie Phenole, Terpene, etc.

Zu beachten

Die dargestellten Hausmittel beruhen lediglich auf Erfahrungswerten, daher kann die Wirkung auf die Symptome individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Bei Verschlechterung oder länger andauernden Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen