Schnupfen: Ursachen

Schnupfen – HIV als Auslöser?

© PantherMedia / Kirill Ryzhov

Die Krankheit AIDS wird durch ein Virus verursacht, das HI-Virus. Zwei bis vier Wochen nach einer Infektion mit diesem Virus können grippeartige Beschwerden auftreten, wie beispielsweise ein Schnupfen (Rhinitis).[1]

Wie genau Schnupfen entsteht und warum dieser ein Anzeichen für HIV sein kann, soll im Nachfolgenden erläutert werden.

Medizinische Fakten

Mit dem Begriff HIV wird das HI-Virus bezeichnet. Das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus wird als Aids-Erkrankung bezeichnet (aquired immune deficiency syndrome). Das HI-Virus kann zu Beginn der Infektion ähnliche Auswirkungen auf den Körper haben, wie andere Erkältungsviren. Dazu gehören auch grippeartige Beschwerden, wie beispielsweise Schnupfen.Schnupfen kann also ein erster Hinweis für eine Infektion mit dem HI-Virus sein. Andererseits lässt sich aber auf keinen Fall aus einem Schnupfen auf eine HIV-Infektion schließen. Besteht der Verdacht oder die Möglichkeit, sich mit HIV infiziert zu haben, so ist auf jeden Fall ein Arztbesuch nötig.[2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Schnupfen (Rhinitis) zeigt sich durch geschwollene Schleimhäute der Nase, häufig auch des oberen Rachenbereichs sowie durch eine vermehrte Schleimproduktion. Die Viren oder Bakterien, die für einen Schnupfen verantwortlich sind, befallen die Nasenschleimhäute und vermehren sich dort. So werden lokale Entzündungsreaktionen hervorgerufen. Dadurch schwellen die Schleimhäute an. Um eine bessere Versorgung der entzündeten Schleimhautstellen mit Abwehrzellen zu gewährleisten, können die Blutgefäße der Nase anschwellen. Gleichzeitig wird vermehrt Sekret produziert. Dieses besteht aus abgetöteten Krankheitserregern sowie aus Zellen des Immunsystems.[3]

Auch das HI-Virus löst im Körper derartige Veränderungen aus. Bei einer Infektion mit dem HI-Virus treten grippeartige Beschwerden wie Schnupfen etwazwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf. In diesem Zeitraum vermehrt sich das Virus besonders stark und macht den Körper anfällig für andere Krankheitserreger. Nach ein bis zwei Wochen klingen die Symptome von alleine wieder ab. Deshalb wird ein solcher, durch ein HI-Virus verursachter Schnupfen, häufig als gewöhnliche Erkältung betrachtet und von Betroffenen nicht als Anzeichen für eine schwerere Erkrankung in Erwägung gezogen.[4]

Risiken

In der Regel ist Schnupfen nicht das einzige Symptom, dass in den ersten Wochen einer HIV-Infektion auftreten kann. Üblicherweise kommen weitere Symptome hinzu. Dazu gehören:

  • Fieber (Pyrexie)
  • Nachtschweiß (Hyperhidrose)
  • Durchfall (Diarrhoe)
  • Abgeschlagenheit
  • Lymphknotenschwellungen
  • Hautausschlag (Ekzeme)

Krankheitserreger einer normalen Erkältung kann das Immunsystem in der Regel problemlos alleine bekämpfen. Das HI-Virus ist da allerdings resistenter. Es kann vom körpereigenen Abwehrsystem eine Zeit lang in Schach gehalten, allerdings nicht völlig beseitigt werden. Bestehen die Beschwerden über einen längeren Zeitraum oder kommen oben genannte Symptome zu einem Schnupfen hinzu, so sollte auf jeden Fall ein persönliches Gespräch mit einem Arzt erfolgen.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen