Schnupfen: Ursachen

Schnupfen (durch Schimmel)

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Schimmel ist in Wohnungen keine Seltenheit. Neben dem meist muffigen Geruch, der durch den Schimmelbefall entsteht, kann dieser auch für einen allergischen Schnupfen zuständig sein (allergische Rhinitis). Das Infektionsrisiko in einer Wohnung mit Schimmel ist etwa doppelt so hoch wie in einer ohne Befall. [1]

Wieso Schimmel allergische Reaktionen auslösen kann, soll im nachfolgenden Text erklärt werden.

Medizinische Fakten

Es bestehen viele Gründe, wie es zu Schimmelbildung in Wohnhäusern kommen kann. Wasserschäden, schlechte Isolation und unzureichende Belüftung gehören zu den Hauptgründen. Laut einer Metaanalyse (Analyse vieler Studien) kommt es durch Schimmel in der Wohnung etwa doppelt so oft zu einem Schnupfenbefall als in einer ohne. Dies kann einerseits daran liegen, dass sich Schnupfenviren wohler fühlen und sich leichter verbreiten können in der feuchten Umgebung oder auch daran, dass Schimmelsporen zu allergischer Rhinitis führen können. [2] [3]

Schimmel ist eine Pilzart, die überall in der Natur vorkommt. In Wohnungen und Häusern wächst er meist in feuchten, schlecht temperierten Räumen auf den Wänden. Schimmelpilze stoßen, so wie jede Pilzart, Sporen und Bruchstücke in die Umgebung ab. Durch diese kann es, auch schon bei kleiner Konzentrationen, zu allergischen Reaktionen bei Betroffenen kommen. Diese äußern sich meistens durch Augentränen und -jucken, verstopfte Nase, Atemnot (Dyspnoe), Husten (Tussis) und in manchen Fällen auch Asthma (Asthma bronchiale). Diese Anzeichen sind auch typische Symptome bei einem Schnupfen (Rhinitis). [4]

Falls eine Schimmelbildung festgestellt wird, sollte dieser rasch beseitigt werden, da schon kleinste Konzentrationen in der Luft zu einer körperlichen Reaktion führen können.

Biologischer Zusammenhang

Die allergische Reaktion tritt beim Erstkontakt mit dem Allergen noch nicht auf. Kommt es zum Kontakt, nimmt eine dendritische Zelle (antigenpräsentierende Zelle) bzw. ein Makrophage (körpereigene Fresszelle) das Allergen in sich auf und präsentiert es anschließend auf der Zelloberfläche, wonach es durch T-Zellen erkannt wird.

Diese regen anschließend B-Lymphozyten zur Differenzierung (spezifisches Wachstum) und zur Klonierung (Vermehrung) an. Sie produzieren IgE-Antikörper, welche gegen das Allergen vorgehen können und an Mastzellen gebunden sind. Kommt es zu einem Zweitkontakt, wird das Allergen erkannt und es kommt zum Ausschütten dieser Immunglobuline, wobei Entzündungsreaktionen durch Histamin und Leukotriene(entzündungsauslösende Hormone) ausgelöst werden. Durch diese kommt es zu den bekannten allergischen Symptomen. [5]

Zu beachten

Durch regelmäßiges Lüften lässt sich Schimmelbefall vorbeugen. Schimmelsporen können besonders bei Kindern, älteren und geschwächten Personen zu Allergien und chronischen Atemwegserkrankungen führen. Besteht ein Verdacht auf eine Allergie, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen