Schnupfen: Ursachen

Rhinitis (durch Pollen)

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Eine allergische Rhinitis (Rhinitis allergica, allergischer Schnupfen) gehört zu den Typ-I Allergien und wird meist durch Pollen ausgelöst. Weitere typische Symptome sind: Niesreiz, Juckreiz, behinderte Nasenatmung und eine wässrig klare Sekretion. [1]

Wie es genau zu den Symptomen kommt und wieso der Körper eine allergische Reaktion aufweist, soll im Nachfolgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Allergie lässt sich als eine Überreaktion des Immunsystems auf einen normalerweise harmlosen Stoff beschreiben. Dabei kommt der Körper mit einem Allergen, z.B. Pollen in Kontakt, identifiziert diese fälschlicherweise als Gefahrenstoff und versucht diesen anschließend aus dem Körper zu entfernen. Etwa 60 Millionen Europäer sind durch eine allergische Rhinitis betroffen. Die typischen Symptome sind neben den oben aufgezählten zusätzlich noch Augenrötungen, -jucken und Bindehautentzündungen (Konjunktivitis). [2]

Nicht bei jedem Betroffenen treten die Symptome gleichermaßen auf. EinePollenallergie ist saisonal auftretend und lässt sich, je nach Blüte, in den Frühlings- bis zu den Herbstmonaten beobachten. Allergien gegen z.B. Hausstaubmilben und andere Allergene Stoffe können ganzjährig auftreten. Ein Allergietest besteht aus einem Hauttest (Pricktest) und einer Blutuntersuchung (Kontrolle auf bestimmte Antikörper). [3]

Wird bei einem Betroffenen eine Allergie festgestellt, sollte diese unbedingt medizinisch behandelt werden. In vielen Fällen kann es nämlich zu Asthma (Asthma bronchiale) und anderen Folgekrankheiten wie etwa Mittelohrentzündungen (Otitis media) und Nasennebenhöhlenentzündungen (Rhinosinusitis) kommen. [4]

Biologischer Zusammenhang

Beim Erstkontakt mit dem Allergen wird dieses durch eine dendritische Zelle(antigenpräsentierende Zelle) oder eine Makrophage (körpereigene Fresszelle) aufgenommen. Bestimmte Teile von dem Stoff oder bestimmte Proteine (bei Organismen) werden daraufhin auf der Oberfläche dieser Zellen präsentiert. Anschließend werden sie durch T-Zellen erkannt, welche im Nachhinein B-Zellen anregen.

Die B-Lymphozyten werden dadurch zur Differenzierung (spezifisches Wachstum) und zur Teilung (Vervielfältigung) angeregt. Im Anschluss produzieren sie IgE-Antikörper, welche spezifisch gegen den Fremdkörper wirken können. Kommt es zu einem Zweitkontakt werden diese Immunglobulineausgeschüttet und es kommt zusätzlich zu einer Entzündungsreaktion durch Histamin und Leukotriene (entzündungsauslösende Hormone). Dadurch entstehen die spezifischen Symptomen bei einer Allergie. [5]

Zu beachten

Bei einer auftretenden Pollenallergie sollte darauf geachtet werden, möglichst wenig mit den spezifischen Allergenen in Kontakt zu kommen. Bei extremen Beschwerden, z.B. starke Atemnot, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen