Schnupfen: Ursachen

Schnupfen beim Zahnen

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Schnupfen und Zahnen stehen laut einer Langzeitstudie nicht miteinander in Verbindung. Zwar leiden viele Kinder beim Durchbruch der Zähne unter Schlaf- und Appetitlosigkeit, die Erkältungssymptome, wie z.B. eine verstopfte Nase, gehen nicht auf das Zahnen zurück. Babys bekommen ihre ersten Zähne um den 6.-7. Lebensmonat, da zu dieser Zeit aber auch der mütterliche Nestschutz wegfällt, kann die Zahl an grippalen Infekten steigen. [1]

Wieso Schnupfen und Zahnen in Verbindung gebracht wurden und was unter dem sogenannten Nestschutz zu verstehen ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Babys beginnen etwa im 6. – 10. Monat mit dem Zahnen, das komplette erste Gebiss ist dann meistens im 20. – 30. Monat vollständig vorhanden. Das Durchbrechen der Milchzähne wird meist von unangenehmen Effekten begleitet, diese sind unruhiger Schlaf und Appetitlosigkeit. Diese Symptome lassen sich durch den örtlichen Schmerz im Mundraum zurückführen und den Stress, dem das Kind während des Vorganges ausgesetzt ist. [2]

Ein Schnupfen steht jedoch nicht mit dem Zahnen in Verbindung. Dies geht aus einer Langzeitstudie des US-Bundesstaates Florida hervor. Es wurden 125 Kinder beobachtet und festgestellt, dass Erkältungssymptome wie etwa Husten (Tussis), Durchfall (Diarrhoe), Fieber (Pyrexie), etc. nicht auf das Zahnen zurückzuführen sind. Diese werden durch eine Infektion hervorgerufen. Das zeitgleiche Auftreten eines Schnupfens und des Zahnens im etwa 6. Lebensmonat des Kindes lässt sich auf den Wegfall des mütterlichen Nestschutzes zurückführen.

Das Immunsystem von Kleinkindern ist in den ersten Lebensmonaten nur bei etwa 60 % seiner Leistungsfähigkeit, dadurch kommt es in diesem Lebensabschnitt besonders oft zu Infektionskrankheiten. Der mütterliche Nestschutz, der durch das Stillen von der Mutter an das Baby weitergegeben wird, hilft Erkrankungen vorzubeugen.

Biologischer Zusammenhang

Durch die Muttermilch werden Antikörper (Immunoglobuline) gegen bestimmte Krankheiten, mit der sich die Mutter bereits zuvor einmal infiziert hat oder gegen die sie geimpft wurde, an das Baby weitergegeben. Dadurch wird das Kind vor vielen Infektionen geschützt. [3]

Das Zahnen ist ein natürlicher Prozess bei jedem Baby und beginnt schon bei der Entwicklung des Kindes in der Gebärmutter. Es entstehen Zahnknospen, die durch langsames Vorrücken durch das Zahnfleisch durchbrechen. Dabei kann es jedoch in manchen Fällen lokal zu Schmerzen kommen. [4]

Zu beachten

Schlaf- und Appetitlosigkeit sind beim Zahnen nichts Schlimmes, solange diese Symptome nicht allzu lange dauern. In dem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser sollte auch aufgesucht werden, falls die Erkältungssymptome länger als die üblichen 10 Tage dauern oder einzelne Symptome, wie etwa Fieber zu hoch ansteigen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen