Schnupfen Verstopfte Nase: Begleiterscheinungen

Nase verstopft u. kein Geschmack

© PantherMedia / Konstantin Yolshin

Ist die Nase im Zuge einer Erkältung (Common cold) verstopft, bestehen meist weitere Symptome. Oft kommt es dabei auch zu einer Verminderung des Geschmacksinnes (Hypogeusie).

Im folgenden Text werden medizinische Fakten dargestellt, die Entstehung des Schmeckens im biologischen Zusammenhang erläutert und weiterführende Informationen gegeben.

Medizinische Fakten

Das Nachlassen des Geschmacksinnes während einer Erkältung wird oft – neben den anderen Symptomen wie Abgeschlagenheit, allgemeine Schwäche, Nasenlaufen und Atembehinderung – nicht bewusst wahrgenommen, tritt aber gar nicht so selten auf.[1]

Der Geschmacksinn wird vorwiegend über spezielle Sinneszellen, den Geschmacksknospen der Zunge und Rachenhinterwand gebildet. Diese können die fünf Qualitäten süß, salzig, sauer, bitter und „umami“ (wohlschmeckend) unterscheiden. Neben den Geschmacksknospen der Zunge sind aber auch die chemische Sensibilität, Sensoren für Druck und Temperatur und vor allem der Geruchssinn für die Bildung des Geschmackes zuständig. [2]

Biologischer Zusammenhang

Eine verstopfte Nase wird oft durch einen lokalen Entzündungsprozess verursacht. Dieser wird in den meisten Fällen durch Viren hervorgerufen und führt zu einem Anschwellen der Schleimhäute sowie zu einer gesteigerten Sekretproduktion.

Durch die gesteigerte Sekretproduktion gelangen weniger Geruchsstoffe zu den Riechsinneszellen der Riechschleimhaut (Regio olfactoria), welche an der oberen Nasenmuschel sowie am oberen Rand des Nasenseptums lokalisiert ist.

Weiterhin wird durch die geschwollenen Schleimhäute vermindert durch die Nase geatmet. Eine ausreichende Belüftung der Nase ist aber nötig, um genügend Geruchsstoffe zu den Riechsinneszellen zu transportieren.

In Folge dessen werden Schwellenwerte, welche erreicht werden müssen, um einen Geruchseindruck zu vermitteln, nicht erreicht.

Die verstopfte Nase mit resultierender Mehratmung durch den Mund führt daher nun dazu, dass die Geruchswahrnehmung stark eingeschränkt ist (Hyposmie). Der Geruchssinn ist aber entscheidend an der Bildung des Geschmackes beteiligt; können über die Nase doch weit über 300 Geruchsqualitäten unterschieden werden.

Es kann folglich also gesagt werden, dass über den Sinneseindruck Geruch, die feinen Nuancen des Geschmackes vermittelt werden. Während eines Schnupfens kann die Nase dieser Funktion nicht nachgehen, wodurch das Geschmacksempfinden deutlich beeinträchtigt wird. [2]

Zu beachten

Neben einer Verminderung der Geschmackssinnes kann es im Zuge einer Erkältung auch zu einer Störung bzw. abweichender Geschmackswahrnehmung kommen, die dann als Dysgeusie bezeichnet wird. Sehr selten führt die verstopfte Nase dazu, dass gar kein Geschmack mehr wahrgenommen werden kann (Agneusie).


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen