Schnupfen Verstopfte Nase: Begleiterscheinungen

Verstopfte Nase u. trockener Mund

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Eine verstopfte Nase tritt meist im Rahmen eines Schnupfens (Rhinitis) auf. Sie kann aber auch andere Ursachen haben. Ist die Nase verstopft, erfolgt das Luftholen automatisch durch den Mund. Dadurch geht vermehrt Speichel in die Atemluft über, der Mund trocknet aus.

Medizinische Fakten

Eine Verstopfte Nase kann vielfältige Ursachen haben: anatomische Veränderungen, hormonelle Umstellung, Nebenwirkungen von Medikamenten, allergisches Geschehen, chemische oder physikalische Noxen.

  • Eine akute Schwellung der Nasenschleimhaut wird häufig durch eine Erkältung (virale Infektion) oder durch eine allergische Reaktion verursacht. Meist sind Pollen oder Hausstaub der Grund einer Allergie.
  • Eine Verkrümmung Nasenscheidewand (Septum Deviation) verengt ebenfalls den Luftstrom beim Atmen und kann ins besonders in Kombination mit einem Anschwellen der Nasenmuscheln zu einer verstopften Nase führen.
  • Auch können hormonelle Einflüsse in der Schwangerschaft, Hormonpräparate oder eine hormonelle Umstellung eine behinderte Nasenatmung verursachen.[1]
  • Ätzende Chemikalien, Medikamente und physikalische Reize wie Wärme, Kälte und mechanische Einwirkungen können ebenfalls zu einem Anschwellen der Schwellkörper führen.

Können diese Faktoren als Ursache der Atembehinderung erkannt und unterbunden werden, tritt meist auch eine Besserung der Beschwerden ein.

Biologischer Zusammenhang

Die Nasenmuscheln sind Schwellkörper im Inneren der Nase und regulieren den Durchstrom der Atemluft. Sie schwellen zyklisch an und ab. Dadurch wird einmal die linke Nasenseite dann wieder die rechte Nasenseite stärker belüftet. Die Atemluft wird dabei immer gleichmäßig temperiert und befeuchtet. Bei Erkältung, durch allergische Reaktionen oder Reizungen schwellen die Nasenmuscheln dauerhaft an. Im angeschwollenen Zustand können sie die Nase fast vollständig verstopfen.²

Dies führt wiederum zu einer gesteigerten Mundatmung, welche nun die Funktion der Nase übernehmen muss. Dabei wird die Luft durch die Mundschleimhaut angefeuchtet und erwärmt, was einen hohen Speichelverlust und damit einen trockenen Mund bedingen kann. Der trockene Mund ist also eine Folge der verstopfen Nase.

Zu beachten

Durch eine verstopfte Nasen können Halsentzündungen mit Halsschmerzen entstehen, welche durch die ständige Mundatmung verursacht werden. Die damit verbundene fehlende Luftbefeuchtungs- und Erwärmungsfunktion der Atemluft führt dazu, dass die Schleimhäute weniger stark durchblutet werden und sich Erreger leicht ansiedeln können. Nasenpolypen (Polyposis nasi et sinuum), die durch chronische Entzündungen der Schleimhäute entstehen, behindern zusätzlich die Atmung durch die Nase.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen