Schnupfen Verstopfte Nase: Begleiterscheinungen

Nase verstopft – kann nicht schlafen

© PantherMedia / Kirill Ryzhov

Schnupfen (Rhinitis) wird ausgelöst durch entzündliche Veränderungen der Nasenschleimhaut. Im Zuge der Rhinitis kann es entzündungsbedingt zu einer Verengung oder teilweisen Verlegung des nasalen Atemwegs kommen, welche wiederum zu Schlafproblemen führen kann.

Im Folgenden werden die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge, Tipps und Verhaltensvorschläge im Zusammenhang mit schnupfenbedingten Schlafproblemen abgehandelt.

Medizinische Fakten

Schnupfen führt in vielen Fällen zu Problemen mit der Nasenatmung. Sowohl dieakute Rhinitis als auch die chronische Rhinitis, welche unter anderem durch allergische Reaktionen ausgelöst werden kann, können dazu führen, dass die Nase verstopft. Bei der akuten Rhinitis führen Schnupfenerreger (meist Rhino- oder Adenoviren) zu einer Schwellung der Nasenschleimhäute und zur verstärkten Bildung von Sekret. Dieselbe Wirkung erreichen Allergene Fremdkörper bei der chronischen Rhinitis durch eine Überreaktion des körpereigenen Immunsystems.[1]

Die Akute Rhinitis ist ansteckend und kann durch Tröpfcheninfektion übertragen werden.

Die Symptome der Rhinitis sind unter Anderem:

  • Niesen
  • Sekretion von Schleim
  • Erschwerte Nasenatmung
  • Kopfschmerzen[2]

Biologischer Zusammenhang

Eine Behinderung der Nasenatmung entsteht üblicherweise durch eine Verengung des Nasenlumens. Die Nasenhaupthöhle wird begrenzt durch dieNasenscheidewand (Septum Nasii), an welchen die Nasenmuscheln (Conchae Nasalis)[3] anliegen , und den aus Knorpelgewebe bestehenden Nasenflügeln. Die Nasenscheidewand ist von gut durchbluteter Schleimhaut überzogen. Beim Schnupfen wird die Schleimhaut verstärkt durchblutet. Die Folge ist eine Schwellung und eine damit einhergehende Verkleinerung der Nasenöffnung. Auch die erhöhte Sekretbildung, die der Abwehr von Bakterien und körperfremden Stoffen dient, kann zu einer Verstopfung der Nasenhaupthöhle führen. Schlafprobleme, die durch eine verstopfte Nase hervorgerufen werden, entstehen durch die nun stattfindende Mundatmung. Dabei kommt es nicht selten zu einem trockenen Mund und Rachenraum, häufigeres und willkürlich durchgeführtes Schlucken ist nötig. Die zu Einschlafen nötige Entspannung lässt nach.

Zu beachten

Die infektiöse Rhinitis ist hoch ansteckend und kann durch Gegenstände wie Lichtschalter oder Türklinken von Mensch zu Mensch übertragen werden. Betroffene Personen sollten den Kontakt mit Gesunden einschränken und Körperkontakt mit anderen Menschen vermeiden.

Da eine Behinderung der Nasenatmung direkte Auswirkungen auf Lungenatmung und Herzaktion haben kann, sollte bei länger anhaltenden Beschwerden ein Arzt konsultiert werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen