Schnupfen Verstopfte Nase: Begleiterscheinungen

Verstopfte Nase (ohne Schnupfen)

© PantherMedia / Kasia Bialasiewicz

Eine verstopfte Nase ist sehr unangenehm und störend. Die häufigste Ursache dafür ist Schnupfen (Rhinitis). Doch es gibt auch viele weitere Gründe dafür, dass die Nase zu ist: eine Nasennebenhöhlenentzündung, Allergien, trockene Luft, Rauch, Staub, bestimmte Gifte oder andere Reizstoffe, regelmäßiger Gebrauch von Nasentropfen, Fremdkörper in der Nase, Nasenpolypen, eine Nasenscheidewandverkrümmung, gutartige oder bösartige Nasentumore oder Verletzungen der Nase, etwa nach Unfällen. Gemein ist ihnen, dass die Nase verstopft ist, das Schnäuzen in den meisten Fällen allerdings ohne Schleim oder ohne Sekret erfolgt. Wie sich diese verschiedenen Ursachen gestalten und was beachtet werden sollte, wird im Folgenden näher besprochen.

Medizinische Fakten

Eine Verstopfung der Nase führt neben einer Erschwerung der Atmung auch zu einer Verschlechterung des Geruchssinns. Die Verstopfung kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. An erster Stelle wird meist ein Schnupfen vermutet. Aber wenn keine akute offensichtliche Erkrankung vorliegt? Eine Verstopfung kann entweder durch eine Schwellung (wie z. B. bei Allergien oder trockener Luft) oder durch ein Hindernis (Fremdkörper, Polyp, Tumor) hervorgerufen werden. Ebenfalls kommen Veränderungen im Naseninneren (wie z. B. eine Nasenscheidewandverkrümmung) als Ursache in Frage. Eine verstopfte Nase wurde oftmals auch nach einem längeren missbräuchlichen Gebrauch von Nasentropfen oder -sprays festgestellt. Weitere mögliche Ursachen stellen mechanische Einwirkungen von außen wie Traumata nach Unfällen, aufgrund derer die Nase zugeschwollen oder zugedrückt ist, sowie Sportarten dar, bei denen Verletzungen der Nase auftreten.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Beim Einatmen gelangt die Luft zunächst in die Nasenlöcher und über diese in die Nasenhöhle (Cavum nasi). Die Nasenhöhle ist in zwei Teile gegliedert, die rechte und linke Nasenhöhle, welche durch die Nasenscheidewand (Septum nasi) getrennt werden. Auch die einzelnen Höhlen sind wiederum in drei knorpelige Nasenmuscheln unterteilt, zwischen denen drei Nasengänge liegen. Diese verbinden die Nase mit dem Rachen sowie den Nasennebenhöhlen. Das Innere der Nase ist insgesamt mit einer Schleimhaut bedeckt. Blockaden und damit eine Verstopfung der Nase können an verschiedensten Stellen in der Nase auftreten.[2]

Zu beachten

Ist die verstopfte Nase ursächlich nicht auf einen Schnupfen zurückzuführen, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um den Grund für die Beschwerden zu ermitteln. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu einer Diagnose zu gelangen. Neben der Untersuchung des Naseninneren mit spezifischen Instrumenten können auch mikrobiologische Tests des Nasensekrets auf Bakterien oder Blut-, Ultraschall- sowie Röntgenuntersuchungen, Allergie- und Riechtests erfolgen. In den meisten Fällen lässt sich eine eindeutige Ursache für die Verstopfung der Nase ermitteln und eine medikamentöse und/oder operative Behandlung einleiten. Bei den meisten Ursachen kann die Beeinträchtigung langfristig behoben werden, bei Allergien z. B. wenigstens eine zeitweise Linderung erfolgen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen