Erkältung: Sonstige Getränke

Cola gegen Erkältung

© PantherMedia / Daum Daniel

Eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) ist das Resultat einer Infektionserkrankung der Schleimhaut in den Atemwegen. Es gibt viele tradierte Hausmittel, mit deren Hilfe der Körper bei der Genesung unterstützt werden kann.

Im Folgenden wird erklärt, warum Cola nicht zu diesen Hausmitteln zählt und inwiefern sich der Colakonsum negativ auf die Genesung des Betroffenen auswirkt. Jene Auswirkungen werden anhand biochemischer Fakten verständlich gemacht.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Vom Trinken der Cola während einer Erkältung ist prinzipiell abzuraten. Cola ist nicht gesundheitsfördernd, da das Wachstum von Bakterien durch die Zufuhr von Cola begünstigt wird.

Cola enthält große Mengen Haushaltszucker (Saccharose). Ein Saccharosemolekül besteht aus einem Glucose- und einem Fructosemolekül. Viele Bakterienstämme besitzen Enzyme (chemische Katalysatoren), die Saccharose in seine beiden Bestandteile trennen können. So gewinnen diese die zum Wachstum notwendige Energie und können sich vermehren.

Der hohe Zuckergehalt in der Cola wirkt nicht nur probakteriell, sondern auch immunsuppressiv. Immunsuppression ist die Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems durch gewisse Substanzen, wie zum Beispiel Zucker.

Die Immunzellen des Körpers (B- Zellen und T- Zellen) benötigen Vitamine, um effizient ihre Aufgaben zu erfüllen. Eines der wichtigen Mechanismen des Immunsystems ist die Phagozytose der B- Zellen.

Die Phagozytose ist ein Prozess, der es den B- Zellen ermöglicht, Pathogene (mikrobe Krankheitserreger) zu vernichten. Laut einem Artikel der Diätikzeitschrift ‚American Journal of Clinical Nutrition‘ aus dem Jahr 1973[1], ist das Resultat einer Studie, dass Zucker die Phagozytose hemmt. In der Studie wurde die Immunaktivität verschiedener Probanden in unterschiedlichen Zeitintervallen kontrolliert, nachdem die Probanden Zucker zu sich nahmen. So schwächt Cola mit seinem sehr großen Zuckergehalt das Immunsystem.[2]

Neuere Befunde ergeben, dass Zucker mit der Ascorbinsäure (Vitamin C) um die Immunzellen konkurriert. Vitamin C und Zucker werden beide vom Hormon Insulin in die Blutlaufbahn abgegeben. Vitamin C induziert an der B- Zelle den Vorgang der Phagozytose, während Zucker die Phagozytose hemmt. Insofern wird das Vitamin C von seiner immun induzierenden Aufgabe durch den Zucker geblockt.[3]

Anwendung und Dosierung

Im Allgemeinen wird bei einer Erkältung von dem Verzehr süßer Lebensmittel abgeraten.

Um der Erkältung entgegenzuwirken, sind Kräutertees, Wärme und Ruhe bei mildem Krankheitsverlauf eine gute Alternative zur Medizin.

Zu beachten

Der Betroffene sollte kein Defizit im Wasserhaushalt haben und eine ausgeglichene Bilanz des Elektrolythaushalts anstreben. Elektrolyte sind Minerale wie Natrium und Chlorid, die essenzielle Vorgänge im Körper möglich machen. Dementsprechend ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit einer Trinkmenge von 2 Litern täglich empfohlen und trägt bei einer Erkältung zur Genesung bei.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung