Grippe: Impfstoff

Influenza Impfstoff

© PantherMedia / Elena Elisseeva

Bei der jährlichen Grippeimpfung gegen die Influenza werden meist unterschiedliche Inhaltsstoffe verwendet. Dies beruht auf den Mutationen des Grippevirus. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen Totimpfstoff, der unter die Haut oder in den Muskel gespritzt wird. Dabei kommt es zum Kontakt zwischen dem Immunsystem und dem Impfstoff und der Körper reagiert durch Antikörperproduktion.

Welche Inhaltstoffe sich in der Impfung befinden und wie sie hergestellt wird, soll im folgenden Text beschrieben werden.

Zusammensetzung und Produktion

Der Hauptinhaltsstoff der Grippeimpfung ist das Virus, der meist in Hühnerembryonen oder in Vero-Zellen (Zellen aus Affennieren) vermehrt wird. Nach der Vermehrung werden die Viren über mehrere Verfahren isoliert und verarbeitet. Bei diesen Schritten werden verschiedene Chemikalien, wie z.B. Formaldehyd, Alkohol und auch Detergenzien (Waschmittel) eingesetzt. [1]

Formaldehyd ist ein Reizgas, das die Schleimhäute angreifen und auch andere neurotoxische Wirkungen im Körper freisetzen kann. In der Herstellung des Impfstoffs wird es verwendet, um die Viren abzutöten. Nach diesem Schritt wird es wieder entfernt und verbleibt nur in geringer Konzentrationen im Impfstoff, diese sind jedoch weit unter den Grenzwerten und nicht belastend. [2]

Durch die Produktion in bebrüteten Hühnereiern kann es im fertiggestellten Impfstoff zu Spuren von Hühnerproteinen kommen. Weitere Stoffe sind verschiedene Salze und Wasser für Injektionszwecke. [3]

Die häufige Änderung der Inhaltsstoffe beruht darauf, dass sich das Erbgut des Influenzavirus stätig verändert (Mutationen). Auch bei der Produktion in Eiern kann es über Wechselwirkungen zu Veränderungen des Virus kommen. Diese müssen beobachtet werden, um Folgeschäden beim Menschen zu verhindern. Die Kultivierung in Vero-Zellen ist einfacher zu handhaben als in bebrüteten Eiern und auch in einem größeren Maßstab möglich.

Medizinische Fakten

Der Körper reagiert beim Influenzavirus auf die Oberflächenproteine Neuradiminase und Hämagglutinin. Beim injizierten Impfstoff ist der Virus bereits abgetötet und kann sich nicht mehr im Körper vermehren, der Körper reagiert jedoch auf die beiden Proteine und beginnt mit der Produktion von Antikörpern.

Der Impfstoff wird entweder intramuskulär (in einen Knochenmuskel) oder subkutan (in das Binde- oder Fettgewebe der Haut) gespritzt.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe