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Schnupfen (Verlauf)

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Ein Schnupfen (Rhinitis) ist eine Infektion der Nasenschleimhaut und wird durch Corona- oder Rhinoviren ausgelöst. Die Übertragung geschieht über Tröpfcheninfektion (Luft) oder über Kontaktinfektion (gemeinsam genutzte Gegenstände). Die Inkubationszeit beträgt normalerweise 1–3 Tage. Der Verlauf eines Schnupfens lässt sich in zwei Abschnitte gliedern: trockenes Vorstadium und katarrhalisches Stadium. Ein Schnupfen dauert im Normalfall etwa sieben Tage, kann sich aber durch eine bakterielle Superinfektion um einige Tage verlängern.[1]

Wie die Symptome genau zustande kommen und von welchen Faktoren die Dauer abhängt, soll im Folgenden geklärt werden.

Symptome

Nach der Infektion benötigen die Viren etwa 1–3 Tage, bis sie die Zellen in der Nasenschleimhaut infiziert und sich oft genug vermehrt haben, um Symptome auslösen zu können.

In der ersten Phase kommt es zu einem gestörten Allgemeinbefinden mit Niesreiz, Kopfschmerzen (Cephalgie) und gelegentlich auch erhöhter Temperatur. Niesen ist eine Reaktion des Körpers, um eingedrungene Fremdkörper aus dem Körper zu befördern. Kopfschmerzen werden meist durch den Stress ausgelöst, unter dem der Körper bei einer Krankheit steht. Fieber (Pyrexie) dient dem Körper als Abwehrreaktion, denn bei leicht erhöhter Körpertemperatur können sich Viren und Bakterien schlechter vermehren. Außerdem arbeitet das Immunsystem dadurch effizienter.[2]

Die zweite Phase der Rhinitis (katarrhalisches Stadium) äußert sich durch eine Steigerung der Nasensekretion (Rhinorrhoe). Diese ist auf eine Entzündung des Gewebes und der Gefäße im Nasenbereich zurückzuführen. Weitere Symptome sind eine verstopfte Nase (Nasenobstruktion) durch das Anschwellen der Nasenschleimhaut sowie Schmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales).[3]

Das ausgeschiedene Nasensekret ist gewöhnlich wässrig und klar. Kommt es jedoch durch das geschwächte Immunsystem zu einer zusätzlichen Infektion durch Bakterien (Superinfektion), verändert sich das Sekret: Es wird schleimig-eitrig und hat eine gelb-grünliche Farbe.

In seltenen Fällen, meist nur bei Immunschwäche (Immundefizienz) durch Krankheiten wie AIDS oder Diabetes, kommt es zu einer Infektion durch Pilzsporen. Diese Art der Infektion verläuft meistens besonders aggressiv.[4]

Dauer

Ein Schnupfen dauert in der Regel etwa 5–7 Tage. Bei einer bakteriellen Superinfektion kann sich der Krankheitsverlauf jedoch um einige Tage verlängern. In manchen Fällen kann sich der Schnupfen allerdings zu einem Infekt der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) und/oder der Atemwege (z. B. Bronchitis) ausweiten.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen