Halsschmerzen: Lebensmittel

Halsschmerzen mit Zwiebel (Zwiebelsaft) bekämpfen

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Als Halsschmerz wird ein meist an der vorderen (ventralen) Halsseite auftretender Schmerz bezeichnet. Dieses unspezifische Symptom tritt bei vielen Erkrankungen im Hals-Rachen-Bereich auf und ist oft Begleiterscheinung einer Erkältung oder Grippe.[1] Eine Vielzahl pflanzlicher Heilmittel kann die Halsschmerzen lindern. Zwiebel bzw. Zwiebelsaft ist eines der wirkungsvollen Heilmittel gegen Halsschmerzen. Welchem biologischen Prozess diese heilende Wirkung zugrunde liegt, wie die Zwiebel angewendet sowie dosiert wird und was es dabei unbedingt zu beachten gilt, soll im Folgenden geklärt werden.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle und Scharfstoffe wirken schleimlösend und schmerzlindernd. Weiterhin haben Sie antibiotisches Potential.[2] Dass heißt, sie hemmen das Wachstum von Mikroorganismen wie Bakterien. Dafür sind vor allem die enthaltenen Schwefelverbindungen und Flavinoide verantwortlich.[3]

Die Schwefelverbindungen der Zwiebel sind nicht nur für den typischen Geschmack und Geruch verantwortlich, sie schützen die Zwiebel auch vor Fressfeinden und bilden so einen entscheidenden Teil des Abwehrsystems der Knolle. Ein Mechanismus, den sich der Mensch durchaus zu nutze machen kann.[4]

Anwendung und Dosierung

Zwiebelsaft oder Sirup kann bei Halsschmerzen relativ einfach und kostengünstig selbst hergestellt werden.

Zutaten:

  • Zwei mittelgroße Zwiebeln
  • 2 EL Zucker

Die Zwiebeln schälen, klein hacken und in ein Glas mit Deckel geben. Anschließend den Zucker hinzu fügen und das verschlossene Glas einmal schütteln. Das Ganze nun für mindestens zwei Stunden stehen lassen.

Es entsteht eine honigartige Flüssigkeit, welche als Sirup gelöffelt werden kann. Sie kann aber auch mit etwas lauwarmen Wasser aufgegossen und als Saft getrunken werden.[5]

Alternativ können die zwei Esslöffel Zucker durch drei Esslöffel Honig ersetzt werden. Honig wirkt sich zusätzlich günstig auf den Krankheitsverlauf aus, da die enthaltenen Polyphenole und Flavone entzündungshemmend wirken und den Rückgang von Schwellungen und der Schmerzen fördern.[6]

Zu beachten

Wenn innerhalb von drei bis fünf Tagen keine Besserung eintritt, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Auch hinter scheinbar harmlosen Halsschmerzen kann sich immer eine ernstere Erkrankung verbergen. Diese kann, wenn sie erkannt wird, spezifischer therapiert werden. Je früher eine Krankheit erkannt wird, umso besser sind in der Regel die Heilungschancen für den Betroffenen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen