Halsschmerzen Mit Schluckbeschwerden: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen, Schluckbeschwerden & Müdigkeit

© PantherMedia / Werner Heiber

Die Kombination der Symptome Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Müdigkeit ist oft kennzeichnend für den Beginn eines grippalen Infektes oder einer Grippe (Influenza).[1] Im nachfolgenden Text werden die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge und die Risiken dieser Symptome im Zusammenhang mit einem grippalen Infekt sowie der Influenza beleuchtet.

Medizinsche Fakten

Unter einem grippalen Infekt versteht der Mediziner eine normale Erkältung, die durch relativ harmlose Erkältungs-Viren ausgelöst wird, wobei es hier bis zu 200 verschiedene Erreger gibt.

Die Grippe hingegen wird durch den gefährlicheren Influenza-Virushervorgerufen.

Die typischsten Begleiterscheinungen einer Erkältung sowie einer Influenza sind:

  • Halsschmerzen (Pharyngitis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Tussis)
  • Heiserkeit (im Rahmen einer Kehlkopfentzündung, der so genannten Laryngitis)
  • Allgemeine Abgeschlagenheit

sowie fast jede beliebige Kombination dieser Symptome. [2]

Bei der Influenza gesellen sich zu diesen Symptomen außerdem noch plötzlich auftretendes, hohes Fieber bis zu 41°C, Kopf- und Gliederschmerzen hinzu. Insgesamt ist ein erheblich schwereres Krankheitsbild kennzeichnend.[3] Müdigkeit ist eine klassische Begleiterscheinung beider Erkrankungen.

Biologischer Zusammenhang

Die Halsschmerzen sowie die Schluckbeschwerden werden durch den Virenbefall der Atemwegsschleimhäute im Hals- und Rachenbereich hervorgerufen. Die Schleimhaut schützt vor Bakterien-, Pils- oder Virenbefall. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, können die Erreger leichter eintreten. Sind die Viren in den Körper gelangt, vermehren sie sich sehr schnell über den Befall von körpereigenen Wirtszellen. Bis zu 100.000 neue Viren können auf diese Weise an einem Tag produziert werden und weitere Zellen befallen. Wenn der Körper sich gegen die Viruspartikel wehrt, äußert sich dies in einer Entzündungsreaktion. So werden verstärkt Abwehrzellen angelockt, um den schädigenden Reiz zu beseitigen.[4]

Ist die Schleimhaut entzündet schwillt sie an, ist stark gerötet und verschleimt und wird somit auch besonders schmerzempfindlich. Außerdem schwellen auch Lymphknoten am Hals an, wodurch leichte Schluckbeschwerden entstehen können. Starke Schluckbeschwerden weisen eventuell schon auf eine Entzündung der Mandeln hin, da bei deren Mitbeteiligung eine Verengung des Rachenrings stattfindet, welche das Schlucken stark beeinträchtigt.[5] Der Körper ist durch den Kampf gegen den Erreger schnell geschwächt, weshalb Müdigkeit und Abgeschlagenheit in Erscheinung treten.

Zu beachten

Zwei bis vier Infekte pro Jahr sind für Erwachsene normal, diese treten vor allem vermehrt in der kalten Jahreszeit auf. Da die Übertragung der Viren meist von Mensch zu Mensch passiert, sollten besonders erkrankte Personen große Menschenansammlungen meiden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen