Husten: Lebensmittel

Buchweizenhonig bei Husten

© PantherMedia / Johan Swanepoel

Schon seit Jahrhunderten gilt Honig als Heilmittel. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ihn bei Husten (Tussis), denn er ist eine gesunde und schmackhafte Alternative zu Hustensaft. Gerade dunkle Sorten wie Buchweizenhonig sollen besonders effektiv bei störendem Husten sein. Doch wie verschafft uns der Honig eine Linderung der Symptome, warum ist gerade die Sorte Buchweizen so empfehlenswert und auf was sollte bei der Anwendung geachtet werden? Im Folgenden sollen diese Fragen beantwortet werden.

Biologischer Prozess

Naturbelassener Honig besteht zwar vor allem aus Trauben- und Fruchtzucker, doch er beinhaltet daneben noch über 180 weitere Stoffe. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Aminosäuren
  • verschiedene Vitamine
  • antibakterielle Wirkstoffe

Zu Letzterem gehören Phenole, Aromastoffe und Flavonoide, die eine stark antioxidative Wirkung haben, Viren und Bakterien abschwächen, Entzündungen hemmen, den Hustenreiz stillen (antitussive Wirkung) und die gereizten Schleimhäute beruhigen.

Dafür sorgen sie zum Beispiel über die Hemmung von über dreißig verschiedenen Enzymen in unserem Körper und die Anregung der körpereigenen Abwehr durch die Aktivierung verschiedener Immunzellen. Zudem bekämpfen und neutralisieren sie zellschädigende Substanzen (antioxidative Wirkung) und unterstützen so das Immunsystem. Vor allem das Antioxidans Quercetin soll laut neuesten Studien gegen Infekte wirken [1] und das Antioxidans Rutin reduziert Schwellungen der Atemwege und bewirkt so eine Regeneration der Schleimhäute. [2] Pflanzliche Hustenstiller haben außerdem deshalb eine beruhigende Wirkung auf den Atemtrakt, da sie einen schützenden Schleimfilmüber die gereizten Schleimhäute der Atemwege legen und so der Hustenreiz gedämpft wird. [3]

Gleichzeitig sorgen verschiedene Enzyme des Honigs (z.B. Glukoseoxidase) in Verbindung mit Wasser und Sauerstoff für die Freisetzung von Substanzen (Wasserstoffperoxid und Gluconsäure), die ebenfalls antibakteriell wirken. [4]

Warum ist aber ausgerechnet der Buchweizenhonig besonders wirksam bei Husten? Das liegt daran, dass er ein sehr dunkler Honig ist und deshalb besonders viel wirksame Flavonoide enthält.

Anwendung und Dosierung

Besonders erkältete Kinder, aber auch Erwachsene sollen durch die regelmäßige Einnahme von Honig vor dem Schlafengehen besser durchschlafen können, weniger husten müssen und vergleichsweise schneller gesunden. Dafür sollten abends ein bis zwei Löffel Buchweizenhonig eingenommen werden. Den Honig dabei langsam im Mund zergehen lassen. Auch über den Tag verteilt kann immer mal wieder ein Teelöffel Honig zu sich genommen werden.

Alternativ kann der Honig auch in einen Tee hineingerührt werden. Hier eignen sich besonders Thymian-, Spitzwegerich- oder Isländischer Moos-Tee, die selbst eine gute Wirkung bei Husten und Halsschmerzen haben. Dabei ist aber zu beachten, den Honig erst dann dazuzugeben, wenn das Teewasser auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, da sonst die wirksamen Inhaltsstoffe zerstört werden.

Buchweizen kann auch in Form von Buchweizentee eingenommen werden, in den ein anderer Honig hineingerührt wird. Während der Husten besteht, kann der Tee 2-3-mal täglich über ein oder zwei Monate hinweg getrunken werden.

Zu beachten

Bienenhonig sollte generell nicht an Babys unter einem Jahr verfüttert werden, da dieser geringe Mengen von Bakterien enthalten kann. Besondere Gefahr geht hier von einem Bakterium, dem Krankheitserreger Clostridium botulinum, aus, das für Säuglinge schon in sehr geringen Mengen gefährlich werden kann. [5] Buchweizen selbst ist zwar sehr gesund, von einem Dauergebrauch ist dennoch abzuraten, da Nebenwirkungen wie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auftreten können. [6] Da Honig außerdem zum Großteil aus Zucker besteht und deshalb sehr viele Kalorien enthält und die Zähne angreift, sollte er nicht maßlos konsumiert werden. Empfehlenswert ist es hier eher, kleinere Portionen verteilt zu sich zu nehmen.