Husten: Lebensmittel

Honig gegen Husten

© PantherMedia / Ignacio Gonzalez Prado

Honig ist ein sehr alt bewährtes Hausmittel, welches zur Linderung und beschleunigten Heilung von Husten eingesetzt wird. Die Wissenschaft ist sich über die Wirkungsweise des Honigs nicht einig. In einer Studie schnitt Honig jedoch bei der Behandlung des Hustens insgesamt besser ab, als ein wirkungsloses Scheinmedikament (Placebo). Der häufig eingesetzte Hustenblocker (Antitussivum) Dextromethorphan war ebenfalls nicht wirksamer als das Scheinmedikament.[1]

Wirkungsweise (biologischer Prozess)

Husten wird häufig durch Viren ausgelöst, die eine Entzündung der Atemschleimhäute verursachen. Oft kommt es zusätzlich zu einer Ansiedlung von Bakterien auf den entzündeten Schleimhäuten (Sekundärinfektion). Honig enthält antimikrobielle Stoffe (Inhibine), die gegen die Hustenverursacher wirksam sind. Möglicherweise führt das zu der Wirksamkeit von Honig bei Husten. Die genauen Mechanismen sind allerdings wissenschaftlich nicht geklärt.

Anwendung und Dosierung

Bei Husten kann mehrmals täglich ein Teelöffel Honig gelöffelt werden. Weiterhin kann ein Zwiebel-Honigsirup angesetzt werden: Dazu wird eine kleingehackte Zwiebel mit drei Esslöffeln Honig vermischt und 6 bis 24 Stunden stehen gelassen, wobei sich die Inhaltsstoffe der Zwiebel mit dem Honig vermischen. Der Zwiebel-Honig-Sirup oder Honig allein kann auch zum Süßen von Tees verwendet werden. Der Tee sollte aber auf eine trinkbare Temperatur herunter gekühlt sein, bevor der Honig hinzugegeben wird. So wird verhindert, dass sich wertvolle Inhaltsstoffe des Honigs verflüchtigen.

Zu beachten

Honig kann gelegentlich mit dem Bakterium Clostridium botulinum verunreinigt sein. Für Babys ist das sehr gefährlich: Weil ihre Darmflora sich noch in der Entwicklung befindet, haben diese Keime es leichter, sich dort anzusiedeln und zu vermehren. Sie produzieren dann ein gefährliches Gift, das Botulinumtoxin. Dieses geht über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf der Säuglinge über und kann zu gefährlichen Lähmungen der Atemhilfsmuskulatur führen, die sogar tödlich enden kann. Säuglingen und Babys im ersten Lebensjahr sollte daher bei Husten kein Honig gegeben werden.[2 ]Bei Kleinkindern sollte auf eine gründliche Zahnpflege geachtet werden, wenn sie Honig zur Behandlung von Husten einnehmen.